Die CSU-Landtagsabgeordnete und Landessynodale Barbara Becker kandidiert für das Amt der Präsidentin des Fränkischen Weinbauverbandes. Die 56-jährige Politikerin sei von einer zwölfköpfigen Findungskommission des Weinbauverbandes als Nachfolgerin des scheidenden Präsidenten Artur Steinmann vorgeschlagen worden, heißt es in einer Mitteilung des Weinbauverbandes. Die Wahl soll am 8. Juni bei der Mitgliederversammlung des Verbandes stattfinden. Einen Gegenkandidaten gibt es offenbar nicht.

Sollte Becker gewählt werden, wird sie ihre kirchlichen Ehrenämter aufgeben, um neben dem Landtagsmandat Zeit für ihr neues Amt zu haben. Becker ist seit 2020 berufenes Mitglied der Landessynode der bayerischen Landeskirche, dem Kirchenparlament der gut zwei Millionen Evangelischen im Freistaat.

In der Synodalperiode 2020 bis 2026 gehörte sie zudem noch dem Landessynodalausschuss an, einem kirchenleitenden Gremium, das die Geschäfte der Synode zwischen den Frühjahrs- und Herbsttagungen übernimmt.

Seit 2022 ist Becker Vorsitzende des CSU-Arbeitskreises

Auch der Evangelische Arbeitskreis der CSU (EAK) in Bayern bräuchte im Fall der Wahl eine neue Vorsitzende. Becker steht seit 2022 an der Spitze des EAK und will auch dieses Amt aus Zeitgründen dann abgeben.

Der Evangelische Arbeitskreis der CSU ist der Zusammenschluss evangelischer Christen innerhalb der Partei. Er dient als wichtiges Bindeglied zwischen der CSU und den evangelischen Kirchen. Der EAK ist aber keine reine Mitgliederorganisation der CSU: Auch Christen, die kein Parteimitglied sind, können dort mitmachen.

Becker, die selbst einmal Weinprinzessin in ihrem Heimat- und Wohnort Wiesenbronn war, wäre nicht nur die erste Frau an der Spitze des Fränkischen Weinbauverbands, sondern generell die erste weibliche Amtsträgerin an der Spitze eines regionalen Weinbauverbands oder des Deutschen Weinbauverbands, berichtet die "Main-Post".