"Stolz auf meine Sprache!“
Ein außergewöhnliches Geschenk brachte den Krippenkindern in der "Stuki" in Bayreuth nicht nur Freude, sondern vermittelte auch Stolz darauf, dass sie mit zwei Sprachen aufwachsen.
Personal und Eltern der Studentischen Kinderkrippe Stuki
v.l.n.r. (Vater mit zwei Kindern) Einrichtungsleiterin Christina Cantürk, Pädagogischer Leiter der Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Bayreuth Daniel Rupprecht, (Mutter mit Kind) Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, Gudrun Brendel-Fischer MdL, Vorstand der Diakonie Bayreuth Dr. Franz Sedlak.

Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Vorstand des Diakonischen Werkes Bayreuth, Franz Sedlak hatten die bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer in eine besondere Kita eingeladen, die "Stuki". Sie übergab dort am Montag, dem 16. August, eine zweisprachige Bücherbox an die evangelische Studenten-Kinderkrippe in Bayreuth. Im oberfränkischen Kirchenkreis erhalten im Rahmen des Projektes "Zweisprachige Bücherbox – Stolz auf meine Sprache!" insgesamt etwa 30 evangelische Kitas eine Bücherbox.

Stuki: Mehrsprachigkeit wird im Alltag gelebt

Durch die Nähe zur Universität sind in der Krippe eine Vielzahl von Nationalitäten vertreten. Das Miteinander der verschiedenen Kulturen wird auch durch Mehrsprachigkeit im Alltag gelebt, beispielsweise singen die Kinder im Morgenkreis Lieder auf Deutsch und Englisch.

Dorothea Greiner lobte das Projekt der Integrationsbeauftragten und die Kita. Sie betonte: "Unser Staat tut viel für die Integration. Er soll es auch zeigen – so wie in diesem tollen Projekt. Damit macht er deutlich, dass nicht Ausgrenzung, sondern Integration der gelingende Weg zum Frieden in unserer Gesellschaft ist." Und: "Unsere diakonische Einrichtung ist ein echter Anker für Familien, die sich hier in einem für sie anfangs noch fremden Land zurechtfinden wollen. Diese Kita vermittelt kulturelle Bildung im Rahmen des evangelischen Profils. Die Mitarbeitenden fördern behutsam das gegenseitige Verständnis, wenn sie schon mit den Kleinsten christliche Feste feiern und christliche Werte vermitteln."

Herkunftssprache nicht vernachlässigen

Gudrun Brendel-Fischer erklärte: "Für immer mehr Kinder ist es der Normalfall, dass sie mit mehr als einer Sprache aufwachsen. Die Herkunftssprache darf nicht vernachlässigt werden, denn Kinder, die eine Sprache nicht gut beherrschen, tun sich auch in der anderen Sprache schwer. Die Mehrsprachigkeit sollten wir also nicht als Hemmschuh, sondern als Potential begreifen."

Herr Dr. Sedlak betonte dabei, dass man sich über dieses Angebot der Bücherbox ganz besonders freue, da gerade in den Stuki-Einrichtungen sprachliche Bildung bei den Kleinsten beginne und man unkompliziert Kinder und Familien verschiedener Nationalitäten und Kulturen gemeinsam über die Kindertagesstätte erreichen könne.

 

Die Studentische Kinderkrippe "Stuki"

Die Studentische Kinderkrippe "Stuki" wird an drei Standorten in Bayreuth von rund 60 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren besucht, deren Eltern fast 25 verschiedenen Nationalitäten angehören. Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk – Stadtmission Bayreuth e.V., das in Stadt und Landkreis Bayreuth mehr als 1800 Kinder unter dem Motto "Gemeinsam möglich machen" betreut.

Weitere Artikel zum Thema:

Wissenschaft

Kind spielt mit Bauklötzen
Während der ersten Corona-Welle hatten viele Kitas ersatzlos geschlossen, während der zweiten Welle gab es oft nur eine Notbetreuung. Doch das könnte sich bald ändern. Eine Studie über die Ausbreitung des Coronavirus in Würzburger Kitas zeigt andere Lösungen auf.

Kinderbetreuung

Kind spielt mit Bauklötzen
Die Betreuungsschlüssel in Krippen und Kindergärten in Bayern sind besser als im bundesweiten Durchschnitt - die Bertelsmann Stiftung kritisiert die Kitas im Freistaat dennoch: Es gebe zu wenig und zu schlecht qualifiziertes Personal sowie zu große Gruppen.

„Sonntags“ – Der kompakte Überblick

Starten Sie mit unserem Newsletter in die Woche.

 
Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.*