Fürth (epd). Die bayerischen Kommunen haben das Jahr 2025 mit einem Defizit von 4,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Einer Veröffentlichung des Bayerischen Landesamts für Statistik vom Mittwoch zufolge hätten die Gesamtausgaben von 63,9 Milliarden Euro die Einnahmen übertroffen, auch wenn die Steuereinnahmen um 6,1 Prozent gestiegen seien. Insbesondere die Grundsteuerreform habe den Kommunen ein Steuerplus von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beschert. Als Grundlage der Statistik dient den Angaben nach die vierteljährliche Kassenstatistik. Eine detaillierte Übersicht über das Haushaltsjahr 2025 soll erst 2027 vorliegen.
Mit Ausnahme eines pandemiebedingten Rückgangs 2020 seien die Steuereinnahmen im Freistaat seit 2019 stetig gestiegen. Die Gewerbesteuer und die Einkommensteuer hätten dabei mit 12,5 und 10,9 Milliarden Euro den größten Teil ausgemacht, so das Statistische Landesamt weiter. Die im Jahr 2025 verbuchten Grundsteuereinnahmen der bayerischen Kommunen seien infolge der Reform auf knapp 2,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausgaben seien gegenüber 2024 um 3,8 Prozent gestiegen, vor allem durch höhere Personalkosten. Die Gesamtausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände liegen das dritte Jahr in Folge über den Gesamteinnahmen, heißt es.