Bayreuth (epd). In einem Baumhaus vor dem Bayreuther Rathaus harren Klimaaktivisten seit den frühen Morgenstunden am Mittwoch aus. Mit der Aktion wollen die Aktivisten vom Klimacamp Bayreuth auf die "katastrophale" Klimapolitik der Stadt aufmerksam machen. Wie Luca Thomas von den Klimaaktivisten dem epd sagte, soll der "Klimanotstand" ausgerufen werden: "Wir befinden uns in einer Klimakrise und die Stadt muss jetzt auch ihre Verantwortung wahrnehmen."

Bei dem Bayreuther Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) stößt die Aktion auf Unverständnis. Um einen Termin bei ihm zu bekommen, brauche es keine solche Aktion, ein Anruf genüge und man dürfe bei ihm vorsprechen, sagte der Oberbürgermeister dem epd. Den "Klimanotstand" auszurufen sei nur eine Pressemitteilung ohne Wert. Wichtig sei es, "Fakten zu schaffen und was zu machen", aber eben nicht durch solche waghalsigen Aktionen. "Das Wichtigste ist erstmal, dass dem Baum nichts passiert und auch von den Aktivisten niemand herunterfällt", sagte Ebersberger.

Wie lange die Protestaktion dauern soll, steht noch nicht fest.

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