Zusammen essen, miteinander reden, Perspektiven austauschen: Mit einem interreligiösen Running Dinner wollen drei Münchner Initiativen Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion bauen. Unter dem Motto "Drei Begegnungen. Drei Orte. Eine gemeinsame Zukunft" startet das neue Veranstaltungsformat "DreiMahl" in München, wie die Organisatorin Sabine Böhlau erklärte. 

Die Idee ist ebenso einfach wie symbolträchtig: Vorspeise, Hauptgang und Dessert werden an drei unterschiedlichen Orten serviert – verbunden mit Begegnungen und Gesprächen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wechseln gemeinsam zwischen den Stationen und lernen dabei verschiedene religiöse und kulturelle Gemeinschaften kennen. Mit einem Bus fahren die Teilnehmer:innen zur nächsten Station und genießen dort ein vegetarisches Gericht. 

Menschen zusammenbringen

Hinter dem Projekt stehen Elif Tan, Terry Swartzberg und Sabine Böhlau, die sich seit Jahren im interreligiösen Dialog engagieren. Ihr Ziel: Menschen zusammenbringen, die sich im Alltag oft kaum begegnen. Das Besondere an dem Format sei, dass die Gastgeber:innen selbst kochen und ihre Räume öffnen, so Böhlau. Die Begegnung bleibe nicht abstrakt, sondern konkret erfahrbar, am Esstisch, im Gespräch und im gemeinsamen Unterwegssein durch die Stadt. 

"DreiMahl" versteht sich ausdrücklich als Beitrag zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Bis Ende 2027 sind insgesamt sechs dieser Running Dinners geplant – nicht nur in München, sondern auch an anderen Orten in Bayern wie etwa in der Oberpfalz. 

Termin im Oktober 2026

Das nächste "DreiMahl" ist am Samstag, 10. Oktober um 16 Uhr und startet im Madhouse München in der Landwehrstraße 43. Es gibt eine Münchner Sintosuppe, zum Hauptgericht geht es weiter ins Neuperland. Als Nachspeise gibt es einen Swinging Jewish Evening.

Hier können sich die Teilnehmer:innen direkt anmelden.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Zahl der Plätze jedoch begrenzt. Das Projekt wird gemeinsam organisiert von IDIZEM e.V., J.E.W.S. Engaged with Society e.V. und kairosis gUG. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Deutschen Bahn Stiftung, der Stiftung Winterreise, der Dr.-Buhmann-Stiftung, der anstiftung sowie der Beauftragten für interreligiösen Dialog der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.