Augsburg (epd). Die Jüdische Kulturwoche Augsburg Schwaben vom 11. bis 18. Oktober steht ganz im Zeichen des "Spielens". Ob Musik, Tanz, Schach, Sport und jüdischer Humor: Interessierte seien eingeladen, die Vielfalt jüdischer Spielkultur zu entdecken, teilte das Jüdische Museum Augsburg Schwaben am Dienstag mit. Geboten werde ein Programm aus Konzerten, Gesprächen, Film, Theater, Ausstellungen, Führungen und Mitmachangeboten. Offizielles Motto der Kulturwoche ist "Schpil. Spielen in der jüdischen Kultur".

"Bestimmte Spiele, wie Theaterspiele zu Purim oder die berühmten Dreidel zu Chanukka, sind seit Jahrhunderten Teil jüdischer Kultur", sagte Museumsdirektorin Carmen Reichert: "Zugleich gehören Musik, Tanz und Sport ebenso zur jüdischen Spielkultur wie Schach und der jüdische Witz." Die Kulturwoche wolle diese Facetten zusammenbringen. Den Auftakt macht am 11. Oktober ein Gesprächskonzert mit der Pianistin Diana Baker. Am 13. Oktober werde der im Kino Liliom "The Polgar Variant" gezeigt, der die Geschichte dreier ungarisch-jüdischer Schwestern auf ihrem Weg zu Weltklasse-Schachspielerinnen erzählt.

Jüdischer Punk und Tora-Auslegung

Eine Buchvorstellung am 14. Oktober widme sich jüdischen Identitäten und Antisemitismus im Punk. Am 15. Oktober gehe man im Evangelischen Forum Annahof auf eine gemeinsame Entdeckungsreise durch einen Tora-Text und erkunden dessen Bedeutung "zwischen den Zeilen". Im Maximilianmuseum werde die Ausstellung "Aufgestellt und ausgegrenzt. Jüdisches Sportleben in Augsburg und Schwaben" gezeigt. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten in Augsburg und Bayerisch-Schwaben statt. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei, für einzelne Angebote ist eine Anmeldung erforderlich.