Massing (epd). Die traditionsreichen Porzellanfiguren der in Niederbayern geborenen Künstlerin Berta Hummel werden bis heute von Liebhabern gesammelt. Doch nach der Schließung des Museums in Massing (Kreis Rottal-Inn) im Jahr 2019 war die Zukunft der Sammlung ungewiss. Ein Neubau soll den Figuren nun eine neue Heimat geben, teilte der Zweckverband niederbayerische Heimatmuseen am Freitag mit.

Nach dreijähriger Planungsphase sei am Mittwoch der erste Spatenstich für das neue Gebäude der Berta-Hummel-Sammlung erfolgt. In dem Neubau im Freilichtmuseum Massing soll künftig das Schaffenswerk der Künstlerin ausgestellt werden. Dazu gehörten neben den weltberühmten Hummel-Figuren auch Gemälde, Zeichnungen, Postkarten und persönliche Gegenstände von Berta Hummel. Der moderne Museumsbau koste rund drei Millionen Euro und werde aus Mitteln des Kulturfonds Bayern gefördert.

Die fröhlichen, rotwangigen Kinderfiguren aus Porzellan machten Berta Hummel (1909-1946) zu einer der weltweit erfolgreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Figuren wurden nach ihren Zeichnungen von der Porzellan-Manufaktur Goebel gefertigt. Nach dem Kunststudium in München trat die junge Frau ins Kloster ein. Als Franziskaner-Schwester Maria Innocentia entwarf sie im württembergischen Kloster Sießen unzählige Motive für ihre Kinderzeichnungen.