Würzburg (epd). Das katholische Bistum Würzburg muss weiter sparen: In den kommenden Monaten sollen angesichts sinkender Einnahmen strategische Ziele und der dazu passende finanzielle Rahmen beschlossen werden, teilte die Diözese am Donnerstag mit. Konkret heißt das: Bis zum Jahr 2030 soll der Haushalt um 18 Prozent schrumpfen. Für den Bistums-Haushalt 2023 wurde zuletzt ein Umfang von 211,7 Millionen Euro mit einem Defizit von 3,5 Millionen Euro kommuniziert.

Der Generalvikar des Bistums, Jürgen Vorndran, sagte, es gehe nun darum, Prioritäten zu setzen und zu prüfen, wo die Kirche künftig verstärkt ihre Kräfte einsetze: "Wir sind dabei, eine Kirche des 'Entweder-oder' zu werden und nicht mehr eine Kirche des 'Sowohl-als-auch'" zu sein. Finanzdirektor Sven Kunkel betonte, man müsse die Finanzsituation des Bistums "langfristig strategisch weiter stabilisieren". Die akute Konsolidierung des Bistums-Haushalts der vergangenen drei Jahre müsse dadurch verstetigt werden.

2019 hatte das Bistum ein Rekordminus von 40,7 Millionen Euro eingefahren, seither galt dort ein strikter Sparkurs.