München (epd). Das federführend vom Sozialverband "Paritätischer" gegründete Bündnis "KitaPolitikTage" fordert die künftige bayerische Staatsregierung dazu auf, Kita-Politik zur "Chefsache" zu machen. Für viele Eltern sei es inzwischen Realität, dass wegen des Personalmangels in Kitas Betreuungszeiten reduziert oder ganze Gruppen und Einrichtungen geschlossen bleiben müssten, wie das Bündnis am Mittwoch mitteilte. Die Folgen seien sowohl für die Wirtschaft als auch für die Bildungschancen der Kinder verheerend.
Kindertagesstätten legten zum einen "das Fundament für die Zukunftsperspektiven der Kinder", heißt es in der Mitteilung. Angesichts des Fachkräftemangels jetzt und in Zukunft könne man es sich "nicht leisten, einen Teil der Kinder bereits im Kindergartenalter zu verlieren", weil es aktuell keine verlässliche Kita-Betreuung gebe. Zum anderen brauche die bayerische Wirtschaft "stabile und qualitativ hochwertige" Kitas mit ausreichend Plätzen für alle Kinder. Eine verlässliche Kita-Landschaft sei ein "zentraler Wirtschaftsfaktor".
Doch nicht nur der Personalmangel mache den Kitas zu schaffen, urteilt das Bündnis "KitaPolitikTage". Es forderte CSU und Freie Wähler dazu auf, "die gesetzliche Betriebskostenlücke endlich zu schließen". Viele der Kita-Träger in Bayern kommen mit der vom Freistaat gesetzlich geregelten Finanzierung nicht mehr zurecht. Viele Kitas mussten deshalb wegen der gestiegenen Sach- und Personalkosten teils massiv die Elternbeiträge erhöhen, um somit einer drohenden finanziellen Schieflage oder gar Insolvenz zu entgehen.
Die "KitaPolitikTage" sind eine Initiative des Paritätischen, der freigemeinnützigen Fröbel-Gruppe, der Pfennigparade und anderer Partner.