Wolfratshausen (epd). Anlässlich des Internationalen Frauentages eröffnet der Erinnerungsort Badehaus am 8. März die Wanderausstellung "Wir lebten in einer Oase des Friedens" über die Geschichte der jüdischen Mädchenschule, die von 1926 bis 1938 in Wolfratshausen bestand. Bei der Vernissage werde außerdem ein Film gezeigt, in dem ehemalige Schülerinnen von ihrer Zeit in der Mädchenschule berichten, teilte das Badehaus am Dienstag in Wolfratshausen mit. Außerdem wird es einen Vortrag von Sybille Krafft, Vorsitzende des Erinnerungsortes Badehaus, geben, sowie eine musikalische Umrahmung. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Die jüdische Haushaltungsschule habe sich in der Zeit des Nationalsozialismus zu einem Zufluchtsort für junge Frauen aus dem gesamten Deutschen Reich entwickelt, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Frauen suchten dort Schutz vor Anfeindung und Ausgrenzung oder bereiteten sich auf ihre Auswanderung vor. In der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Schülerinnen und Lehrerinnen vertrieben.

Die multimediale Ausstellung über die Mädchenschule wurde den Angaben zufolge vor 20 Jahren von Mitgliedern des Historischen Vereins Wolfratshausen und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Wolfratshausen konzipiert. Seitdem wurde sie in ganz Deutschland gezeigt. Der Erinnerungsort Badehaus ist die 50. Station der Wanderausstellung.

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