Würzburg, Bamberg (epd). Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Donnerstag in Unterfranken gezielt gegen Kinderpornografie im Internet vorgegangen. Rund 100 Einsatzkräfte hatten am frühen Morgen die Wohnungen von 26 Beschuldigten in ganz Unterfranken durchsucht, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gemeinsam mit. Bei der Aktion sei etliches Beweismaterial sichergestellt worden, das nun ausgewertet wird. Alle festgenommenen Personen seien nach Abschluss der Polizeimaßnahmen wieder entlassen worden, hieß es weiter.

Generalstaatsanwalt Wolfgang Gründler sagte, die Aktion verdeutliche einmal mehr die enormen Anstrengungen, die die Behörden unternehmen, um die Verbreitung von kinderpornografischen Material nachdrücklich zu unterbinden. An der Durchsuchungsaktion waren neben der Polizei in Unterfranken die drei Staatsanwaltschaften Schweinfurt, Würzburg und Aschaffenburg sowie das Bayerische Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und Sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beteiligt, teilten die Behörden weiter mit.

Die Zahl der kinderpornografischen Straftaten in Unterfranken hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, hieß es. 2018 wurden insgesamt 225 solche Straftaten registriert, 2019 waren es bereits 541 und die Tendenz für dieses Jahr sei "weiterhin deutlich steigend".

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