München (epd). Der Trüffelanbau in Franken zeigt erste Erfolge: Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) hatte versucht, Brachflächen für den Trüffelanbau zu nutzen - nun seien nach acht Jahren "fünf stattliche Exemplare des Burgundertrüffels" gefunden worden, teilte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Sonntag mit. "Trüffel aus Bayern ist nicht so selten, wie man es manchmal vermutet. Aber dieser Fund ist eine wahre Sensation", betonte sie.

Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau untersucht bereits seit 2014 in speziellen Versuchsanlagen, wie der Trüffelertrag gesteigert und ob der Franken-Trüffel überhaupt Vermarktungspotenzial hat. Nach dem aktuellen Fund könne die wissenschaftliche Arbeit jetzt so richtig starten, sagte Kaniber. "Die spannendste Frage wird nun vermutlich sein, wie schmeckt der Franken-Trüffel eigentlich." Vielleicht habe man in einigen Jahren ein neues bayerisches Premiumprodukt.

Das Sammeln von Trüffel ist in Deutschland streng geregelt: Selbst das Sammeln von kleineren Mengen ist laut Kaniber streng untersagt. Auf den Tellern der Menschen landet daher hauptsächlich Trüffel aus Italien, Kroatien und Frankreich. Gesammelt werden darf dafür angebauter Trüffel. 400 Hektar Anbaufläche gebe es bereits in Deutschland, inzwischen auch in Franken. Denn gerade in fränkischen Wäldern, die auf Kalkböden stehen, fühle sich der Trüffel besonders wohl, sagte Kaniber.

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