München (epd). Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten ruft die künftige Bundesregierung dazu auf, die Erinnerungsarbeit mehr zu unterstützen. Der Bund müsse sich künftig stärker an der Förderung von Erinnerungs- und Lernorten zu den vielen einstigen KZ-Außenlagern beteiligen, forderte der Stiftungsdirektor Karl Freller in einer Mitteilung vom Sonntag. Denn die KZ-Gedenkstätten seien auch Lernorte für nachwachsende Generationen.

"Unsere Demokratie hat nur dann Zukunft, wenn ihre Fundamente nicht durch extremistisches Denken zerstört werden oder durch Unwissen und Trägheit zerbröseln", sagte Freller. Mit dem Schwinden der NS-Zeitzeugen müsse nun vor allem in die Stätten der Opfer investiert werden. Authentische bauliche Hinterlassenschaften, gepaart mit modernen Ausstellungsmöglichkeiten, könnten Zeugnis von der Unmenschlichkeit des NS-Regimes geben.

Es sei durchaus in Ordnung, dass viele Politikerinnen und Politiker in Wahlkampfzeiten die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht hatten, sagte Freller. Jetzt gelte es allerdings, dass sie ihre dort gemachten Unterstützungszusagen einlösen. Der Koalitionsvertrag biete die erste große Chance dazu.

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