Würzburg (epd). Ein krasser Fall von schlechter Tierhaltung wird nun doch nicht am Donnerstag (11. Juni) vor dem Würzburger Verwaltungsgericht verhandelt - sondern auf Antrag der Kläger verschoben. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, sagte ein Gerichtssprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch. Drei Familienmitglieder aus einer Gemeinde im Kreis Main-Spessart wehren sich dagegen, dass die Behörden ihnen 129 Katzen, ein Kaninchen sowie fünf Schafe weggenommen oder sie zur Weggabe verpflichtet haben.

Nach Kontrollen der Katzen- und Kaninchenhaltung ordnete das Veterinäramt des Landratsamtes Ende 2024 an, dass den drei Personen alle Katzen und das Kaninchen abgenommen und auf ihre Kosten anderweitig untergebracht werden. Im Januar erhoben die drei Betroffenen dagegen Klage und ließen durch einen Anwalt erklären, die beanstandete Katzenhaltung sei ein "tierethisches Vorreiter-Projekt" unter tierärztlicher Begleitung gewesen. Im Februar ordnete die Behörde dann ein komplettes Tierhaltungsverbot für das Trio an.

Auch die Schafe mussten abgegeben werden

In der Folge mussten alle bereits in Obhut genommenen Katzen und das Kaninchen verkauft, beziehungsweise an andere Halter abgegeben werden. Zudem ordnete die Behörde auf Grundlage der tierärztlichen Befunde der Katzen und des Kaninchens den Verkauf der fünf Schafe des Trios an. Auch dagegen wehren sich der Mann und die beiden Frauen nun vor Gericht. Der Versuch eines Eilverfahrens mit aufschiebender Wirkung war im Februar 2025 gescheitert.

Grund für die kurzfristig verschobene mündliche Verhandlung ist, dass die Behörde offenbar noch einmal am Dienstag (9. Juni) neue Unterlagen für das Verfahren eingereicht hat. Der Kläger-Anwalt will nun erst einmal den Inhalt dieser neuen Unterlagen prüfen, hieß es.