Straubing (epd). Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Niederbayern hat zum vierten Mal den Israel-Offman-Toleranzpreis vergeben. Die mit 1.950 Euro dotierte Auszeichnung ging an drei Preisträger, zudem wurde eine besondere Würdigung ausgesprochen, wie die Gesellschaft in Straubing am Montag mitteilte. Das Thema lautete "frei schreiben!", die Texte sollten sich mit den Themen Toleranz und Respekt und dem Eintreten gegen Rassismus und Antisemitismus befassen.

Den ersten Preis im Wert von 1000 Euro erhielt der Schüler Tizian Listl aus Straubing mit seiner Geschichte "Ein Teil von mir", die von einem Mädchen erzählt, das im Anderssein ihre eigene Besonderheit entdeckt. Der zweite Preis mit 500 Euro ging an Victoria Gräfe aus Viechtach für ein Gedicht mit dem Titel "So fing es damals auch an", das sich mit den Ängsten von Menschen befasst. Melanie Bäuml-Schachtner aus Straubing erhielt den dritten Preis mit 250 Euro für ihren Bericht mit dem Titel "Ein Vertrag ohne Ablaufdatum" über die Folgen des Besuchs in einer Synagoge.

Einem weiteren Beitrag verlieh die Jury eine besondere Anerkennung und vergab 200 Euro. Die 14-jährige Cosima Enderle aus Tittmoning habe eine berührende Geschichte über ein Mädchen geschrieben, dem durch die Begegnung mit einem NS-Opfer die Augen über ihre rechtsradikal orientierten Freunde geöffnet werden.

Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle, Regierungspräsident Rainer Haslbeck (Niederbayern) und Straubings OB Markus Pannermayr (CSU) würdigten das Engagement der Teilnehmenden in ihren Grußworten als "Lichtblick in verdunkelten Zeiten", hieß es weiter.