München (epd). Diesen Mittwoch (5. Juli) wird's laut in der Münchner Fußgängerzone: Zwischen 10 und 14 Uhr läuten die zehn Glocken der Frauenkirche - einzeln und jeweils für mehrere Minuten. Grund für das Dauergeläut sei ein Projekt des "Europäischen Kompetenzzentrums für Glocken", wie das Erzbistum München und Freising am Montag mitteilte. Durch "akustische und optische Messungen" würden dabei mit einer Art "musikalischem Fingerabdruck" aktuelle Klangbilder der Domglocken erzeugt.
Das Zentrum mit dem klangvollen Namen "ECC-ProBell" ist an der Hochschule Kempten angesiedelt und forscht seit 2005 an Glocken. Ziel ist laut Homepage, die "wertvollen Kulturgüter vor Schäden nachhaltig zu schützen und das Läuteverhalten zu verbessern". Das Geläut der Münchner Frauenkirche besteht aus zehn Glocken: von der acht Tonnen schweren "Salveglocke" aus dem Jahr 1490 bis zur 440 Kilo "leichten" Michaelsglocke von 2003.