Augsburg (epd). Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht sich gegen eine Legalisierung von Cannabis aus. "Ich plädiere ganz klar dafür, an der Null-Toleranz-Strategie gegen illegale Drogen, wie sie in Bayern gilt, festzuhalten", sagte Herrmann der "Augsburger Allgemeinen". Dies gelte auch für Cannabis. Laut Herrmann gab es im vergangenen Jahr in Deutschland rund 1.600 Drogentote. Viele von ihnen hätten ihre Drogenkarriere mit Cannabis begonnen.

Die möglichen Ampelkoalitionäre Grüne, FDP und SPD beraten derzeit auch über eine Reform der Drogenpolitik. Im Gespräch ist dabei auch eine mögliche Legalisierung von Cannabis. "Der Gedanke, dass durch eine teilweise Legalisierung, der illegale Markt zum Erliegen kommt, ist naiv", sagte Innenminister Herrmann zu den Plänen. Gerade Kinder und Jugendliche seien gefährdet, in eine verhängnisvolle Suchtspirale zu geraten.

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