München (epd). Der interreligiöse Dialog hat nach Ansicht des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) "zentrale Bedeutung" für die Integrationsarbeit. "Wir müssen auf Augenhöhe miteinander reden, damit Ähnlichkeiten und gemeinsame Interessen sichtbar werden und Vorurteile abgebaut werden", betonte Herrmann laut Pressemitteilung bei einer Expertentagung der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) am Montag in München. Religiöse Vielfalt werde laut Studien von knapp einem Drittel der Bürger als Bedrohung wahrgenommen. Das sei ein "Alarmsignal", das die Dringlichkeit konstruktiver interreligiöser Beziehungen verdeutliche, "auch mit der zunehmenden Gruppe der Religionslosen".
Fehlendes Wissen über andere Kulturen oder Religionen mache Menschen "empfänglich für Fehlinformationen und Ressentiments oder sogar Intoleranz und Hetze", erklärte Herrmann laut Mitteilung in seiner Rede. Zusätzlich zu bestehenden Projekten werde sein Ministerium deshalb im nächsten Jahr gemeinsam mit den großen Religionsgemeinschaften "neue Impulse für den interreligiösen Dialog in ganz Bayern" entwickeln, kündigte der Innenminister an.