Augsburg, München (epd). Bundestagsabgeordnete erhalten in diesem Jahr voraussichtlich keine Erhöhung ihrer Bezüge - die Mitglieder des bayerischen Landtags schon. In Bayern bedeutet die planmäßige Erhöhung der Diäten zum 1. Juli einen Anstieg um 4,1 Prozent auf rund 10.595 Euro brutto im Monat, berichtet die "Augsburger Allgemeine" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Stellungnahme der Fraktionen von CDU, Freien Wählern und SPD. Die Entwicklung der Bezüge sei an die allgemeine Lohnentwicklung geknüpft, heißt es darin. Ein Abweichen davon führe dazu, dass die Abgeordneten "Jahr für Jahr selbst über die Höhe ihrer Bezüge entscheiden".
Die Grünen in Bayern hatten ein Aussetzen der Erhöhung angeregt, heißt es weiter. CSU, Freie Wähler und SPD zeigten sich der Erklärung zufolge offen dafür, über das Modell zu reden. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass bei der Verkündung des Automatismus im Ältestenrat keine Fraktion Einwände erhoben habe. Im Deutschen Bundestag wollen die Fraktionen von Union und SPD noch in dieser Woche einen Gesetzentwurf zum Verzicht auf die Diätenerhöhung einbringen.