Nürnberg (epd). Die Stadt Nürnberg hat wieder ein neues Christkind. Eine Jury wählte am Mittwochnachmittag einstimmig die 17-jährige Teresa Windschall, teilte die Stadt mit. Sie habe mit Offenheit, Spontaneität und Herzlichkeit überzeugt, sagte der Pressesprecher der Stadt, Andreas Franke. Teresa Windschall besucht das Gymnasium der evangelischen Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg. Sie folgt Benigna Munsi nach, die diesmal zur Jury gehörte. Die Amtszeit des Nürnberger Christkind dauert zwei Jahre.

Das neue Nürnberger Christkind wird erstmals zur Eröffnung des Christkindlesmarkts seinen Prolog nicht vom Balkon der Frauenkirche sprechen. Damit sich keine Menschenaufläufe bilden, wird die Eröffnungszeremonie in den virtuellen Raum verlagert, teilte die Stadt mit. Besucherinnen und Besucher können den Prolog live in Fernsehen und Rundfunk verfolgen.

Das Nürnberger Christkind wird seit 1969 alle zwei Jahre vom Amt für Kommunikation und Stadtmarketing Nürnberg gesucht. Bewerberinnen müssten seit längerem in Nürnberg wohnen, außerdem müssten sie zwischen 16 und 19 Jahre alt, mindestens 1,60 Meter groß, sowie schwindelfrei und wetterfest sein. Aus den eingereichten 29 Bewerbungen waren zwölf Kandidatinnen ausgewählt, die der Bevölkerung zur Wahl gestellt wurden. Die sechs Bewerberinnen mit den meisten Stimmen kamen in die Endauswahl. Bei der Kür des Nürnberger Christkinds müssen die Kandidatinnen Fragen zu ihrer Person, Nürnberg und zum Christkindlesmarkt beantworten. Sie tragen ein selbst gewähltes Gedicht sowie den Prolog zur Eröffnung des Christkindlesmarkts vor.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland und wurde als "Kindles-Marck" erstmals im Jahr 1628 schriftlich erwähnt. Im Jahr 2019 kamen nach Angaben der Stadt mehr als zwei Millionen Besucherinnen und Besucher in der Adventzeit nach Nürnberg. Im Jahr 2020 musste der Markt wegen der Pandemie abgesagt werden.