München (epd). Die bayerische ÖDP fordert Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) auf, seine Vorschläge für ein neues "Pflegezeitgeld" zu verbessern. Die Pflege Angehöriger sei eine wertvolle Leistung für die Gesellschaft und dürfe nicht je nach Einkommen unterschiedlich vergütet werden, sagte ÖDP-Landevorsitzender Klaus Mrasek laut Mitteilung vom Montag. Holetschek hatte vergangene Woche von der künftigen Bundesregierung die Möglichkeit einer bezahlten Auszeit für pflegende Angehörige durch eine Lohnersatzleistung gefordert, ähnlich dem Elterngeld.

Familiäre Sorgearbeit aus Steuermitteln zu finanzieren sei wichtig, so die ÖDP. Sie einkommensabhängig als Lohnersatzleistung einzuführen, zeuge aber gerade nicht von einer hohen Wertschätzung. Wenn Holetschek die Situation der pflegenden Angehörigen verbessern wolle, müsse er deren Leistung mit einem einheitlichen Pflegegeld vergüten.

"Durch eine Lohnersatzleistung wird die Bedeutung der Pflegearbeit herabgewürdigt", so Mrasek. Außerdem erhielten Pflegende, die zuvor keine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben, wie beim Elterngeld nur eine kleine Sockelzahlung. "Das ist ungerecht", kritisierte der ÖDP-Landesvorsitzende.

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