Queere Lebenswirklichkeiten stehen im Mittelpunkt einer kirchlichen Veranstaltungsreihe in Augsburg. Den Auftakt mache die Fotoausstellung "OutInChurch" des Fotografen Martin Niekämper, die ab Samstagabend im Evangelischen Forum Annahof gezeigt werde, teilte das Bistum Augsburg am Donnerstag mit. Porträtiert würden queere Menschen aus der Initiative "OutInChurch - Für eine Kirche ohne Angst". Eröffnet wird die Ausstellung nach einem ökumenischen Gottesdienst in St. Moritz um 19.15 Uhr.

Bis 19. Juli sind unter dem Motto "Unübersehbar - Facetten der Sichtbarkeit" weitere Veranstaltungen geplant, die dazu einladen, queere Lebenswirklichkeiten kennenzulernen. Darunter seien Lesungen, Begegnungsformate, Workshops, ein ökumenischer Gottesdienst zum Christopher-Street-Day, Stadtführungen sowie kulturelle und spirituelle Angebote. Viele queere Menschen hätten die Erfahrung gemacht, innerhalb religiöser Räume nicht willkommen zu sein, teilten die Veranstalter weiter mit. Die Projektwochen sollen deshalb "bewusst Räume eröffnen, in denen Glauben und queere Identität nicht als Widerspruch gedacht werden müssen".

Es geht um Würde und Anerkennung

"Sichtbarkeit bedeutet weit mehr, als gesehen zu werden", sagte Andreas Ihm vom Fachbereich queersensible Pastoral im Bistum Augsburg. "Es geht um Würde, um Anerkennung und um die Möglichkeit, ohne Angst Teil von Gesellschaft und Kirche zu sein." Queere Menschen gehörten selbstverständlich zu Stadt, Gemeinschaften und Kirchen." Die beteiligten Kooperationspartner sind neben dem Fachbereich queersensible Pastoral die Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, AWO Schwubis, Evangelisches Forum Annahof und der Moritzpunkt.