München (epd). In München wurde die seltene Stängel-Blattschneiderbiene gesichtet. Dieser Fund sei eine "kleine Sensation", sagte Kristin Böhm von der Deutschen Wildtier Stiftung am Dienstag laut Mitteilung. Die Wildbienenart werde auf der Roten Liste Bayerns als "vom Aussterben bedroht" geführt und sei erst bisher erst sechs Mal im Freistaat aufgetaucht.

Die "Megachile genalis" lebt auf abgestorbenen Pflanzenstängeln. Eine Projektgruppe entdeckte sie in einem Wohngebiet in Neuhausen-Nymphenburg. Zudem freuten sich die Forscher über einen weiteren Fund, wie es hieß: Auf dem Münchner Neuen Südfriedhof fanden sie die sogenannte Dünen-Schmalbiene, "Lasioglossum tarsatum". Auch sie sei vom Aussterben bedroht.

Sowohl die Grünanlage des Wohnviertels wie das Friedhofsgelände wiesen Besonderheiten auf: Es gebe Blühstreifen und "extensive Pflege". "Das bedeutet: Die Flächen werden nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht, denn nur so können die Wiesenblumen zur Blüte gelangen", erklärte Böhm. Teilweise blieben auch abgestorbene Pflanzenteile stehen. Das sei wichtig für das Überleben seltener Wildbienenarten.

Insgesamt wurden in München rund 210 Wildbienenarten nachgewiesen.

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