Amtsübergabe
"FC Bayern der Medienpolitik": Nach zehn Jahren an der Spitze der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ist Siegfried Schneider in den Ruhestand verabschiedet worden. Sein Nachfolger ist Thorsten Schmiege.
BLM-Präsident Siegfried Schneider (l.) übergibt den Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Thorsten Schmiege.
BLM-Präsident Siegfried Schneider (l.) übergibt den Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Thorsten Schmiege.

Siegfried Schneider ist nach zehn Jahren im Amt als Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verabschiedet worden. Beim Festakt zur Amtsübergabe am Donnerstag in München wurde auch sein Nachfolger Thorsten Schmiege begrüßt. Schmieges Amtszeit beginnt offiziell am 1. Oktober.

Siegfried Schneider und sein Engagement für den lokalen Rundfunk

Medienminister Florian Herrmann (CSU) sprach bei dem Festakt von einer "Dekade Leidenschaft und Engagement für den Medienstandort Bayern". Schneider sei es gelungen, den lokalen Rundfunk zu stabilisieren sowie Innovation und Digitalisierung in der Medienbranche zu fördern. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, Schneider habe in seiner Amtszeit wichtige Akzente gesetzt. Geschätzt habe er dessen wertvolle Impulse für eine gute Medienbildung an Schulen.

Der scheidende BLM-Präsident Schneider sagte, dass lokaler Rundfunk in Bayern eine Erfolgsgeschichte sei. "Gerade in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie hat er seine Systemrelevanz bewiesen." Gemeinsam sei es uns gelungen, die digitale Transformation voranzutreiben, "ohne das Lokale, unsere Wurzeln, aus den Augen zu verlieren".

"Nutzerschutz ist für mich wichtiger denn je"

Thorsten Schmiege bezeichnete seinen Vorgänger augenzwinkernd als "FC Bayern der Medienpolitik". Er habe die bayerische Lokalrundfunklandschaft erfolgreich in der digitalen Welt aufgestellt und mit der Medien.Bayern GmbH "ein einzigartiges Medien-Innovations-Ökosystem für Start-ups und junge Talente" geschaffen.

Schmiege gab auch einen Ausblick in die Zukunft: "Nutzerschutz ist für mich wichtiger denn je. Es ist gerade der Nutzerschutz, der uns neben dem Erhalt der Medienvielfalt und der Förderung von Medienkompetenz besonders wichtig ist." Hier müsse man noch mehr in die Breite wirken. "Das Internet ist ein Booster für Meinungsfreiheit und Demokratie. Es darf aber nicht gleichzeitig zur ihrer größten Gefahr werden."

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