München (epd). Zum landesweiten Antikriegstag am 1. September fordert die Stiftung Bayerische Gedenkstätten Solidarität mit der Ukraine im Kampf um Freiheit und Frieden. "Einem Frieden zu den Bedingungen des ukrainischen Volks, nicht dem eines imperialistischen Aggressors", sagte Stiftungsdirektor Karl Freller laut einer Mitteilung am Mittwoch. Die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus müsse wachgehalten werden. "Es ist unsere historische Verantwortung, die wir als Deutsche tragen, die Forderung des 'Nie wieder!'", sagte Freller.

In der Bundesrepublik Deutschland wird seit den 1950er Jahren der 1. September als Antikriegstag begangen. Er erinnert an den Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 und "den Beginn eines zuvor nie da gewesenen Menschheitsverbrechens", so die Mitteilung weiter. Insgesamt wurden bis Kriegsende 1945 etwa 60 bis 70 Millionen Menschen getötet. Der nationalsozialistische Rassenwahn führte mit der Ermordung von sechs Millionen Juden zur fast vollständigen Auslöschung von jüdischem Leben in Europa.

Auch in diesem Jahr finden unter anderem an zahlreichen KZ-Friedhöfen in ganz Bayern Gedenkveranstaltungen von lokalen Initiativen statt.

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