Nürnberg (epd). Jugendliche von Förderschulen finden einer Studie zufolge nur schwer einen Ausbildungsplatz und oft beenden sie ihre Ausbildung nicht. Selbst wenn sie einen vergleichbaren Schulabschluss haben wie Jugendliche von Regelschulen, haben sie größere Probleme auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung hervorgeht.

Fast ein Viertel (23 Prozent) der ehemaligen Förderschülerinnen und Förderschüler mit einer Lernbehinderung haben sechs Jahre nach dem Besuch der neunten Klasse noch keinen Ausbildungsplatz bekommen. Bei den Jugendlichen von Regelschulen, die maximal einen Hauptschulabschluss erlangt haben, waren es laut Studie 13 Prozent.

Schülerinnen und Schüler, die die Förderschule mit einem Hauptschulabschluss verlassen, weisen der Untersuchung zufolge zwar einen höheren Erfolg auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auf als jene ohne Hauptschulabschluss. Allerdings gelinge ihre Integration immer noch schlechter als bei Jugendlichen, die den Hauptschulabschluss an einer Regelschule erlangt haben: Sie sind kürzer in einer betrieblichen Ausbildung, weniger Zeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt und leben länger in Bedarfsgemeinschaften, die Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehen, wie es in der Studie heißt.

Die Untersuchung beruht nach den Angaben auf den Daten des Nationalen Bildungspanels zu 1.628 Schülerinnen und Schülern, die im Herbst 2010 die 9. Klasse an verschiedenen Schulformen in Deutschland besucht haben.

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