Augsburg (epd). Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel hat die Deutschen dazu aufgerufen, um die Demokratie zu kämpfen. Waigel reagierte damit auf die Ankündigung von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vom Dienstag, sich im Dezember im Landtag von Sachsen-Anhalt als Ministerpräsident zur Wahl zu stellen. "Ich habe keine Angst, unser Land und unsere Demokratie können auch damit fertigwerden", sagte Waigel der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe). "Andere haben gezeigt, dass es geht. Aber wir müssen uns alle mehr dafür anstrengen."

Mit Blick auf den womöglich ersten AfD-Ministerpräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik sprach Waigel von einer Zäsur für Deutschland. "Wir müssen jetzt auf allen Ebenen für diese Demokratie werben und einstehen - nicht nur in der Politik, auch im Sport, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft", sagte der 87-Jährige. Mit Blick auf kommende Wahlen sagte der frühere Bundesfinanzminister: "Es kommt auf jeden Einzelnen an. Jede Wählerin, jeder Wähler sollte nachdenken und so handeln, als würde von ihrer, von seiner Stimme das Schicksal Deutschlands abhängen."