München (epd). Auch in diesem Jahr wollen die Johanniter wieder ihre traditionellen Weihnachtstrucker losschicken - wenn auch erneut unter Corona-Bedingungen. "Uns war im Organisationsteam schnell klar, dass der Weihnachtstrucker 2021 stattfinden wird", sagte Ulrich Kraus, Projektleiter Johanniter-Weihnachtstrucker, laut Mitteilung vom Montag. Die Johanniter wollten in der aktuellen Situation ein Signal der Verlässlichkeit und Solidarität setzen. Geholfen werden solle mit der Aktion Menschen in Albanien, Bosnien, Rumänien, der Ukraine, Bulgarien und auch Deutschland.

Familien, älteren Leuten oder Alleinstehenden in schwierigen Lebenssituationen fehle es häufig am Nötigsten, teilten die Johanniter mit. Ihre Situation sei in der Corona-Krise, nicht zuletzt durch die großen wirtschaftlichen Einbrüche, oft noch hoffnungsloser geworden. Wegen der Pandemie werde die Aktion auch heuer in veränderter Form stattfinden: Wenn es die Corona-Situation erlaube, machten sich die Konvois mit Hilfspaketen auf den Weg. Der persönliche Kontakt, etwa bei der Übergabe der Päckchen, werde aber wegen des Gesundheitsschutzes auf ein Minimum beschränkt.

Normalerweise packen jedes Jahr Schulen, Unternehmen und Privatpersonen tausende Päckchen für die Weihnachtstrucker - gemeinsame Packaktionen werden aber auch heuer nur beschränkt möglich sein. Daher könnten auch wieder "virtuelle Päckchen" gepackt werden, etwa mit Geldspenden. Die eigentlichen Päckchen sollen dann in den Zielländern selbst geschnürt werden. Auf der Internetseite www.weihnachtstrucker-spenden.de könnten solche Päckchen bestückt werden.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist ein Werk des evangelischen Johanniter-Ordens, bei dem mehr als 25.500 Hauptamtliche und 63.000 Ehrenamtliche arbeiten.