München, Rostock (epd). Die Unions-Fraktionsvorsitzenden der 16 Länderparlamente haben bei ihrer Fraktionsvorsitzendenkonferenz in Rostock Eckpunkte für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschlossen. Die Kernpunkte sind, dass der Rundfunkbeitrag ab 2025 nicht angehoben wird und es "mehr Kooperation und effektivere Arbeitsteilung innerhalb der ARD und auch mit ZDF und Deutschlandradio" geben soll, wie die CSU-Landtagsfraktion am Dienstag mitteilte.

Die Sender sollen sich auf ihren "Kernauftrag mit qualitativ hochwertiger Grundversorgung" konzentrieren, außerdem soll es einen "Orientierungsrahmen für Intendantengehälter" geben. Darüber hinaus fordern die Unions-Fraktionsvorsitzenden, dass in den öffentlich-rechtlichen Sendern "für mehr gesellschaftliche Akzeptanz" keine Gendersprache mehr verwendet wird. Das Ziel sei ein "zukunftsfähiger und schlankerer öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der breite gesellschaftliche Akzeptanz genießt".

Der CSU-Landtagsfraktionschef und Vorsitzender der Unions-Fraktionsvorsitzendenkonferenz, Thomas Kreuzer, sagte, man wolle mit den Reformvorschlägen dafür sorgen, "dass die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Mitte der Gesellschaft wieder wächst und sicherstellen, dass die Beiträge stabil bleiben". Dafür seien grundsätzliche Änderungen bei Angebot, Inhalt und Struktur nötig. Die Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stehe und falle mit den nun anstehenden Reformen.