München (epd). Das ZDF-Drama "Wir haben einen Deal" über Missbrauch im Sport ist am Sonntagabend mit dem renommierten Bernd Burgemeister Fernsehpreis 2023 ausgezeichnet worden. Der Film der Produzenten Christian Becker und Martin Richter erzähle "mit bemerkenswertem Mut und außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen" eine "berührende Opferperspektive, die Hoffnung vermittelt", sagte die Jury-Vorsitzende Annika Schmidt laut Mitteilung vom Montag. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 1996 verliehen.

Den Preis für die beste Serie beziehungsweise den besten Mehrteiler bekam "Herrhausen - Herr des Geldes" von Produzentin Gabriela Sperl. In dem Mehrteiler für ARD Degeto, Hessischen Rundfunk (hr), den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und den Südwestrundfunk (SWR) wird die "mitreißende Geschichte über Alfred Herrhausen, den visionären Vorstandssprecher der Deutschen Bank" erzählt, "der seiner Zeit voraus" gewesen sei. Auch dieser Preis ist mit 25.000 Euro dotiert - er wird allerdings erst seit vergangenem Jahr vergeben.

Insgesamt seien 14 Produktionen ins Rennen um die renommierte Auszeichnung gegangen. "Die Preise würdigen in erster Linie die Leistungen der Produzentinnen und Produzenten", erläuterten Margarete Evers und Hansjörg Füting von der Verwertungsgesellschaft Film- und Fernsehproduzenten (VFF), die das Preisgeld stiften. Der Preis ist nach dem bekannten deutschen Filmproduzenten Bernd Burgemeister (1945-2008) benannt.