Neu-Ulm, Ulm (epd). Einen authentischen Blick auf die Nobelpreisträger Marie Curie (1867-1934) und Albert Einstein (1879-1955) gewährt ihr intensiver Briefwechsel. Aus dieser Korrespondenz hat die polnische Kulturredakteurin und Dozentin Ewa Labno-Falecka 25 Briefe und Postkarten zu einem Buch zusammengestellt. Entdeckt hat sie die persönlichen Werke bei einer langen Archivsuche in Jerusalem, Paris, Zürich, Princeton und Düsseldorf. Das Buch präsentiert sie am Montag (12. Oktober) ab 18.30 Uhr in Einsteins Geburtsstadt im Ulmer Stadthaus.
Bei der Buchvorstellung unter dem Motto "Zwei Genies im Dialog", die der Verein "Albert Einstein Discovery Center Ulm" veranstaltet, wirkt Professor Hanoch Gutfreund mit, Leiter des Albert-Einstein-Archivs der Hebrew University of Jerusalem. Der Briefwechsel eröffne einen Einblick in die Freundschaft der beiden Wissenschaftler und dokumentiere ihr gemeinsames Eintreten für die Freiheit der Forschung, für Frieden und humanitäre Werte, heißt es in einer Mitteilung des Discovery Centers.
Einstein Discover Center wird frühestens ab 2029 gebaut
In Ulm geht seit 2024 das neue Museum "Die Einsteins" auf den weltberühmten Physiker ein, der am 14. März 1879 in Ulm geboren wurde, jedoch bereits im Alter von 15 Monaten mit seinen Eltern nach München gezogen war. Neben dem Museum will das geplante Einstein Discover Center den Wissenschaftler ins öffentliche Bewusstsein rücken. Dafür hat die Stadt Ulm dem Verein Discovery Centrum ein Grundstück zur Verfügung gestellt, Stararchitekt Daniel Libeskind hat bereits Entwürfe für das Zentrum präsentiert. Allerdings ist erst frühestens 2029 mit dem ersten Spatenstich zu rechnen.