Ab etwa 60 wird das Älterwerden spürbarer – körperlich, geistig und seelisch. Umso wichtiger sei es, sich rechtzeitig auf diese Lebensphase vorzubereiten, sagt die Gerontologin Christine Brendebach. Eine positive Einstellung, soziale Kontakte und ein aktiver Lebensstil fördern laut Forschung nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit im Alter.
Auch Spiritualität spielt eine Rolle: Wer in eine Gemeinschaft wie die Kirche eingebunden ist, erlebt mehr Halt – besonders bei Fragen der Endlichkeit.
Wichtig ist zudem ein stabiles soziales Netz, das nicht allein aus der Familie bestehen muss.
"Kinder sind kein Garant für eine gute Lebenssituation im Alter."
Unterstützung kann auch von Nachbarn oder Freunden kommen – beim Einkaufen, bei Bankgeschäften oder in der digitalen Welt.
Frühzeitige Gespräche mit Angehörigen helfen, realistische Erwartungen zu klären. Und: Rechtliches wie Patientenverfügung, Testament oder Bankvollmacht sollte man nicht aufschieben. Brendebach rät: "Je klarer man die Dinge früh regelt, umso leichter wird es."