Das Open Beatz Festival ist laut Veranstaltern eines der größten Festivals für elektronische Musik in Süddeutschland. Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone, Theologiestudierende und Ehrenamtliche feiern mit. Aber nicht nur das. Sie stehen für persönliche Gespräche und Seelsorge zur Verfügung. Wer will, kommt rein, unabhängig von Religion oder Konfession. Michael Wolf, Leiter Referat Kirchen- und Gemeindeentwicklung ELKB will nicht warten, bis die Leute in die Kirche kommen:
"Die Erfahrung auf der Open Church ist schon, dass die Leute sehr überrascht sind, dass Kirche auf dem Festival ist und dass sie eigentlich mit einem Lächeln aus dieser Kirche wieder rausgehen, weil sie überrascht sind, wie sympathisch und freundlich und zugewandt da die Menschen von der Kirche sind."
Und das freut ihn und die 25 Ehrenamtlichen, die die Open Church mitgestalten.
Der evangelische Hochzeitszug
Das Immaterielle Kulturerbe in Bayern ist seit Juli 2024 um einen Eintrag reicher: Es geht um den Evangelischen Hochzeitszug aus der ehemaligen Grafschaft Wertheim. Bei Trachtenzügen und anderen festlichen Ereignissen werden diese historischen Bräuche aus der Zeit um 1890/1900 gezeigt. Für diese Brauch- und Trachtenpflege laufen bei der Grafschaftstrachtengruppe Glasofen das ganze Jahr über Vorbereitungen. Und auch die Kinder und Jugendlichen sind mit dabei, so der 2. Vorstand Gesang- und Trachtenverein Glasofen e.V Heinz Matschiner:
"Man muss wissen, wo man herkommt. Dann weiß man auch, wo man hin will. Und von daher ist es für uns sehr, sehr wichtig, diese Traditionen zu pflegen und für die nachkommenden Generationen auch so zu erhalten."
Im nächsten Jahr feiert die Trachtengruppe ihr 75-Jähriges Bestehen.
Das „Chormahl“ ist deutschlandweit einzigartig
Beim "Chormahl" im unterfränkischen Winterhausen läuft der evangelische Kirchenchor zum Ansingen von Haus zu Haus und erfüllt die Liedwünsche der Dorfbewohner. Über 40 aktive Sängerinnen und Sänger sind unterwegs. Mehr als 100 Ständchen wird der Chor in zwei Tagen anstimmen. Jedesmal werden die Sängerinnen und Sänger im Laufe des Tages klingeln und singen. Die Liedauswahl ist geistllich, klassisch oder modern. Eine Woche später gibt es dafür ein Festessen. Seit dem zweiten Weltkrieg findet das Chormahl alle sieben Jahre statt. Robert Lütgenau, evangelischer Pfarrer St. Nikolaus Winterhausen, weiß woher das Chormahl kommt:
" Der Begriff kommt tatsächlich von der Mahlzeit her. Also, es ist ein Festmahl, das dem Kirchenchor gestiftet wurde. Damals, vor 400 Jahren. Vom Grafen, der seinen Sitz in Sommerhausen hatte. Es war quasi ein Dankeschön für den Chor, der das ganze Jahr über tätig war."
Und auch heute die ganze Dorfgemeinschaft mit ihren Lieblingsliedern erfreut.
Sandskifahren auf dem Monte Karolino