2.12.2020
Amokfahrt in Trier

Kirchen trauern um Opfer von Trier

Am Dienstag sterben in Trier fünf Menschen bei einer Amokfahrt eines 51-Jährigen. Nun haben sich die Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland zu Wort gemeldet und ihre Bestürzung über die Tat Ausdruck verliehen.
Trier Porta Nigra Symbol

Die obersten Repräsentanten der beiden großen Kirchen in Deutschland haben sich erschüttert über die Amokfahrt von Trier geäußert. "In dieser Stunde von Sprachlosigkeit und Trauer bin ich den Opfern, den Verstorbenen, Verletzten und den Angehörigen verbunden", erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Dienstagabend. Die verstörenden Bilder aus der Innenstadt ließen bei ihm Wut, Entsetzen und tiefe Traurigkeit zurück.

"Menschenverachtende Angriffe dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben", erklärte der Limburger Bischof zu der Tat, bei der fünf Menschen ums Leben kamen. Die sinnlose Gewaltanwendung sei mit nichts zu rechtfertigen.

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, beklagte im Netzwerk Facebook "Abgründe von Leid". Er bete, dass die Angehörigen der Opfer Stärkung erfahren und die Verletzten wieder gesund werden.

Trier: Fünf Menschen sterben bei Amokfahrt

Das Motiv des Täters für die Amokfahrt ist laut Polizei unklar. Eine psychische Erkrankung wird nicht ausgeschlossen. Gegen den 51 Jahre alten Deutschen aus der Nähe von Trier, der unmittelbar nach der Tat vor Ort festgenommen wurde, wird wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Er hatte am Dienstagnachmittag ein Auto durch die Trier Fußgängerzone gelenkt und dabei zahlreiche Menschen erfasst. Fünf Menschen starben, weitere wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Unter den Todesopfern ist auch ein Säugling.

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