4.01.2019
Welt-Braille-Tag

14.000 Menschen in Bayern beziehen Blindengeld

Blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen können in Bayern das Blindengeld beantragen. Wie hoch die Unterstützung ist und wie viele Personen sie im Freistaat erhalten - darüber hat das Zentrum Bayern Familie und Soziales anlässlich des Welt-Braille-Tags am 4. Januar informiert.
Erfinder der ertastbaren Punktschrift ist der Franzose Louis Braille (1809-1852)
Erfinder der ertastbaren Punktschrift ist der Franzose Louis Braille (1809-1852).

Zum Welt-Braille-Tag macht die bayerische Behörde für soziale Leistungen auf die besondere Situation von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam. Mehr als 14.000 Menschen in Bayern bekommen aktuell Blindengeld, wie die Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales in Bayreuth mitteilte. Blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen erhalten diese Leistung, um ihre aufgrund ihrer Behinderung entstehenden Mehraufwendungen auszugleichen. Das bayerische Blindengeld beträgt zurzeit 610 Euro im Monat.

Welt-Braille-Tag erinnert an Erfinder der Punktschrift

Rund 370 Menschen in Bayern sind laut Mitteilung taubblind. Sie erhalten das doppelte Blindengeld: monatlich 1.220 Euro. Seit 2018 erhalten auch hochgradig sehbehinderte und taubsehbehinderte Menschen Unterstützung: 183 Euro beziehungsweise 366 Euro pro Monat. Behördenchef Norbert Kollmer sagte, damit werde "die selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" gefördert.

Der Welt-Braille-Tag am 4. Januar erinnert an den Erfinder der nach ihm benannten ertastbaren Punktschrift, mit deren Hilfe blinde Menschen selbst Texte erfassen und erstellen können. Vor 210 Jahren wurde der Franzose Louis Braille geboren.

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