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Haben Sie sich auch schon mal gefragt, woher in Kirchen eigentlich Abendmahlkelche, Hostienschalen oder Patene kommen? Wer stellt solch sakrale Geräte her und wie aufwendig ist das? Wir haben Silberschmiedin und Pfarrerin Daniela Herrmann in ihrer Bayreuther Werkstatt besucht und die Antworten bei ihr gefunden.
Pfarrerin Daniela Hermann hat eine Ausbildung zur Silberschmiedin gemacht. Sie fertig hauptsächlich Einzelstücke wie Abendmahlskelche und Hostienzangen für Kirchengemeinden an. Ein Film von Maike Stark. Kamera: Magdalena Jäger.
 
Für Pfarrerin Daniela Herrmann war Silber schon immer ein faszinierendes Material. Und so entschied sie sich vor ein paar Jahren eine Ausbildung zur Silberschmiedin zu machen und sie hat viel über die Bearbeitung gelernt:
 
"Silber ist ein Material, auf das man sich ganz einlassen muss. Wenn ich zu sehr in Gedanken bin und abschweife oder versuche, Probleme zu wälzen, rächt sich das sehr schnell. Es will die volle  Aufmerksamkeit, man muss mitgehen mit dem Material. Es hat ein Eigenleben. "
Als Pfarrerin, wie sollte es auch anders sein, stellt Daniela Herrmann am liebsten sakrale Geräte für den Kirchenraum her. Der Abendmahlskelch war zum Beispiel ihr Abschlussprojekt in der Ausbildung - und eine Herzensangelegenheit. Aber auch Taufschalen und -kannen oder Hostiendosen und -zangen schmiedet sie auf Wunsch für die Kirchengemeinden. 
 
Der Beruf des Silberschmieds war schon immer sehr stark an die Kirche gebunden. In früheren Zeiten waren die Silberschmiede mit vor Ort, wenn die Kathedralen und Gotteshäuser erbaut wurden. Bischöfe haben sich schon seit Jahrhunderten ihre Monstranzen und Kreuze fertigen lassen.
 
"Insofern ist es schon auch ein Beruf, der schon immer eng mit der Kirche verbunden war und auch heute schon noch davon lebt." 
 
Der Handwerksberuf hat Daniela Herrmann komplettiert. Für sie ist Silberschmiedin und Pfarrerin die ideale Kombination aus Hobby, Leidenschaft und Berufung. 

 

 

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