15. Mai 2021
TV-Tipp: "Grüß Gott Oberfranken"

Grundschulkinder im Blick: Religionslehrerinnen senden Hoffnungspost

Wie können Pädagoginnen für Grundschulkinder da sein, wenn sie im Unterricht durch Homeschooling nicht an sie rankommen? Eine Lösung haben die Religionslehrerinnen Sabine Tauscher und Meike Lang zusammen mit dem Köditzer Pfarrer Michale Grell gefunden: Sie verschicken Hoffnungspost. Was da drin ist, erfahren Sie hier.
Die beiden evangelischen Religionslehrerinnen Sabine Tauscher und Meike Lang verschicken zusammen mit dem Köditzer Pfarrer Michael Grell Hoffnungspost an alle evangelischen Grundschüler im Dekanat Hof. Die können damit basteln und lernen, ganz ohne Tablet und Computer. Ein Film von Maike Stark.

Die Katechetin und die Religionspädagogin erklären, dass beim Homeschooling vor allem der Religionsunterricht leidet.  Die Kinder im Blick behalten und in Coronazeiten nicht vergessen, das liegt Sabine Tauscher am Herzen:

"Wir wollen den Schülern sagen, auch jetzt sind wir für euch da, haben ein offenes Ohr und möchten euch die Hoffnung, die wir in Jesus Christus haben und die uns besonders in schweren Zeiten trägt, weitergeben."

Die Schüler haben ihre beiden Lehrerinnen seit Monaten nicht mehr gesehen, auch nicht per Videokonferenz. Die Lehrerinnen haben auch darauf verzichtet, den Lehrplan durchzuführen, denn, so Meike Lang:
 
"Ganz viel Feedback von den Eltern war,  dass man mit den Hauptfächern schon an der Grenze ist im Homeschooling und so haben wir uns als Religionslehrerinnen entschieden, keine Arbeitsblätter zu verschicken, sondern die Hoffnungspost, die auf absoluter Freiwilligkeit basiert."
Zuhause können die Kinder dann die Post bearbeiten - und das ganz ohne Computer, Tablet oder Handy. Im Faltblatt ist alles genau beschrieben. Darin wird den Grundschulkindern vorgeschlagen ein Frühstück mit der ganzen Familie zu machen und dabei ein Tischgebet zu sprechen. Für Problemsituationen sind seelsorgerische Kontakte aufgeführt. Aber auch Bastelaktionen sind Teil der Hoffnungspost. Ein Pustebild malen mithilfe des Papier-Strohhalms. Oder eine Eierschale mit Watte befüllen und Kresse-Samen aussähen. Das soll an das Gleichnis von dem Senfkorn erinnern. Die Kinder lernen so auf spielerische Art, was Hoffnung für sie bedeutet. 
 
Viele Stunden Planung liegen hinter Sabine Tauscher, Meike Lang und dem Köditzer Pfarrer Grell. Fotos und Texte haben sich die Religionslehrerinnen gemeinsam überlegt, der Layoutentwurf für das Faltblatt und den Briefkuvert kamen vom Pfarrer. Im Teamwork haben sie so über 400 Briefe erstellt und ausgeliefert - an alle evangelischen Grundschulkinder im Dekanat Hof. 
 
Die Kinder im Blick behalten und in Coronazeiten nicht vergessen. Das gilt nicht nur für die Grundschulkinder. Im Sommer plant das Team im Dekanat Hof bereits die nächste Hoffnungspost: Für alle Abschlussklassen in den weiterführenden Schulen.

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Evangelische Hochschule Nürnberg

Religionspädagogik-Studenten
Autor
Laura Krüger und Johannes Bindner studieren im fünften Semester Religionspädagogik und haben im Oktober ihr praktisches Studienjahr in der Schule und in der kirchlichen Bildungsarbeit begonnen. Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt erklären sie, wie Religionsunterricht in Zeiten von Corona funktioniert und welche Impulse sie von der Evangelischen Hochschule Nürnberg aus setzen wollen.

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