Ich bin fassungslos
Marc "Perry" Peratoner ist am Mittwoch (9. Juli 2025) plötzlich und unerwartet im Alter von 61 Jahren verstorben. Für alle, die ihn kannten und mit ihm gearbeitet haben, fühlt es sich an, als hätte jemand das Radio plötzlich ausgeschaltet. Stille – dort, wo sonst Marcs warme Stimme, sein ansteckendes Lachen und seine unerschütterliche Ruhe waren.
Kollege und Freund seit 25 Jahren
Seit 25 Jahren durfte ich Marc meinen Kollegen nennen. Kennengelernt haben wir uns im Funkhaus Nürnberg. Marc war schon damals jemand, der nicht einfach nur Nachrichten las oder Beiträge schrieb – er lebte Radio. Später arbeiteten wir bei der Evangelischen Funkagentur (efa) wieder eng zusammen. Über all die Jahre blieb er der Gleiche: freundlich, tiefgründig, humorvoll und mit einem unerschütterlichen Glauben, der ihm Halt gab und den er still, aber spürbar in die Welt trug.
Ein Vollblut-Radiomann und Mentor
Marc war ein Vollblut-Radiomann. Einer, für den kein Weg zu weit, kein Thema zu klein und kein Anruf zu viel war. In Bamberg, wo er seit vielen Jahren beim Funkhaus tätig war, wurde er zu einer Institution. Er war bestens vernetzt, immer "auf Sendung" und ein Fels in der Brandung des oft hektischen Redaktionsalltags. Für viele junge Kolleginnen und Kollegen war er Mentor, Ideengeber und ein sicherer Hafen. Marc brachte Geduld und Können mit, vermittelte Grundlagen und Kniffe des Radiojournalismus – und immer auch die Liebe zu diesem Beruf.
Leidenschaft für Musik und Menschen
Sein Herz schlug nicht nur für Nachrichten und Menschen, sondern auch für die Musik. Marc spielte mehrere Instrumente und war in verschiedenen Bands aktiv – für viele war er dort eine Stütze, genau wie im Funkhaus. Sein Humor, sein offener Geist und sein Interesse an fast jedem Thema machten ihn zu einem wunderbaren Gesprächspartner. Und seine Gabe, Menschen das Gefühl zu geben, wichtig zu sein, wird uns allen fehlen.
Marc war nicht nur Kollege. Er war Freund. Einer, auf den man sich verlassen konnte – bei der Arbeit genauso wie bei jeder Feier. Er war ein Mensch, der mit seiner Ruhe Räume füllen konnte. Seine tiefe Liebe zu seiner Familie und sein Glaube beeindruckten mich immer wieder.
Eine schmerzliche Lücke
Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die sich nicht schließen lässt. Für seine Familie, seine Freunde, seine Kolleginnen und Kollegen – und für die vielen Menschen in der Region Bamberg-Forchheim, die ihn täglich aus dem Radio kannten, ohne ihm vielleicht je persönlich begegnet zu sein.
Du wirst mir fehlen.
Ruhe in Frieden, Marc. Und danke für alles.