8.10.2018
Woche des Sehens

Mit Fingerspitzengefühl: Taktile Untersuchung in der Brustkrebsvorsorge

Während der Woche des Sehens dreht sich alles darum, wie Sehkraft erhalten wird. Aber sie soll auch zeigen, wie Menschen ihr Leben nach einer Erblindung gestalten können. Blinde und Sehbehinderte entwickeln etwa einen besseren Tastsinn als viele Sehende. Deshalb gibt es nun einen neuen Beruf: die medizinisch taktile Untersucherin.
Es gibt ein neues Berufsfeld: die medizinisch taktile Untersucherin, die mit ihren Fingerspitzen mindestens genauso gut Veränderungen in der Brust ertastet, wie die Mammographie

Frauen über 50 wird nur alle zwei Jahre eine Mammographie gewährt. Die Tastuntersuchung gehört aber zur jährlichen Brustkrebsvorsorge. Hier bekommt die Ärzteschaft nun Verstärkung durch blinde und sehbehinderte Frauen, die die Brust der Patientinnen abtasten. Denn sie verfügen über einen überlegenen Tastsinn und können oft genauer arbeiten als Sehende. Das Verfahren dauert zwischen einer halben und einer Stunde.  Mittlerweile ist die "Medizinisch taktilie Untersucherin" ein neuer, anerkannter Beruf. Die Ausbildung bietet "Discovering Hands" mit Sitz in Mülheim an der Ruhr.

Hier finden Sie Arztpraxen, die dieses Verfahren schon jetzt anbieten.

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