Was sagt die Bibel? Maria lebte in der galiläischen Kleinstadt Nazareth. Einiges spricht aus Sicht des jüdischen Religionswissenschaftlers Schalom Ben-Chorin dafür, dass Marias Eltern dem Kreise des verarmten Landadels entstammten, die "Ansprüche einer höheren Geistigkeit pflegten, welche sonst am Ort wenig zu Hause ist". Mit geschichtlich kühlem Blick meinte der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide: Maria habe "einem jüdischen Milieu" angehört, "das religiös konservativ war und politisch aufsässig".
Dem Evangelisten Matthäus zufolge war Maria eine junge Frau, verlobt mit dem Zimmermann Josef. Als ihre Verwandte Elisabeth im sechsten Monat schwanger war, kam der Engel Gabriel zu ihr "und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir." Der Engel erklärte der erschreckten Maria: "Du hast Gnade bei Gott gefunden." Und kündigte er ihr etwas ganz und gar Unglaubliches an: "Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden." Maria kannte die Anspielungen, die der Engel machte.
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