Telefonseelsorge
Die Corona-Pandemie hat 2020 die Zahl der Beratungsgespräche bei der Telefonseelsorge deutlich ansteigen lassen.
Leiter Franz Schütz am Telefon der ökumenischen Telefonseelsorge Augsburg
Franz Schütz im Büro der Telefonseelsorge: "Gespräche in Krisen laufen anders ab als normalerweise bei der Telefonseelsorge", sagt er. Für die Krisen-Hotline wurden die Mitarbeitenden daher eigens geschult.

Das geht aus der Jahresbilanz der ökumenischen Telefonseelsorge Augsburg hervor, die von der katholischen Gesamtkirchengemeinde und dem Diakonischen Werk in Augsburg gemeinsam getragen wird.

Über 1.000 Anrufe mehr

Demnach nahmen die Mitarbeiter dort im vergangenen Jahr rund 14.300 Anrufe entgegen, teilte das katholische Bistum Augsburg mit. Das seien 1.100 mehr als im Vorjahr. "Das Pandemiejahr 2020 hat uns vor neue Herausforderungen gestellt", sagte der Leiter der Telefonseelsorge, der katholische Diakon Franz Schütz, laut Mitteilung.

Hilfe bei Einsamkeit oder Ängsten

Besonders auffällig sei dabei der starke Anstieg an längeren Beratungsgesprächen gewesen: Sie nahmen um rund 3.200 auf 12.625 zu. Die Corona-Pandemie sei dabei bei vielen Anrufen im Zentrum gestanden, heißt es in der Mitteilung. Bei fast der Hälfte der Gespräche kamen psychische Probleme zur Sprache. Besonders häufig nannten die Anrufer depressive Stimmungen, seelische Nöte, Einsamkeit und Ängste. Psychisch erkrankte Menschen seien besonders betroffen: Ihnen werde der Therapiebesuch durch die Pandemie erschwert.

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