Timo Lechner

Redakteur
Timo Lechner

Ober-, Mittel- oder Unterfranken – wo ist das Zentrum Frankens? Ganz klar im Herzen. So bin ich leidenschaftlicher Franke mit Weitblick über Bezirksgrenzen und auch über jede gedankliche Barriere hinaus. Das muss auch so sein, wenn man Sonntagsblatt-Redakteur in Nürnberg ist. Zur Offenheit gesellt sich Neugierde – wahrscheinlich war ich im früheren Leben mal eine Katze. So hat mich die Neugierde schon während der Schulzeit zum Beruf gebracht. Und die Vernunft, da mir ein Leben als Musiker doch als zu unstet erschien. Der Musik von Rock über Jazz bis Klassik fröne ich aber immer noch – ebenfalls mit Leidenschaft, so wie ich es bereits bei einer Tageszeitung, einem Monatsheft und jetzt eben dem wöchentlich erscheinenden Sonntagsblatt getan habe. Grenzenlos offen, fränkisch ehrlich und mit einem Gespür für verschiedenste Töne – das bin ich!

Das kriegen wir schon (oder fränkisch: Des grich mer scho)
  • Leitung der Regionalredaktion Nürnberg des Sonntagsblattes für Bayern
  • Nachrichten, Reportagen und Termine aus dem Kirchenkreis Nürnberg
  • Artikel aus Kultur, Historie und Gesellschaft für die Mantelredaktion des Sonntagsblattes
  • Beiträge der alle zwei Monate erscheinenden THEMA-Hefte
  • Spezialgebiete: Musik, Film, Literatur, Geschichte, Fotografie

Rettung der Philippuskirche

Pfarrer Karlheinz Häfner (rechts) und Vorarbeiter Ronny Schäper mit der Reichelsdorfer Philippuskirche im Hintergrund
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Wenn Pfarrer Karlheinz Häfner morgens den Rollo seines Arbeitszimmers öffnet, dann dröhnen wenige Meter weiter an der Reichelsdorfer Philippuskirche schon die Bohrhämmer und Betonmischmaschinen, während Baukräne Material entlang des Gerüsts nach oben transportieren. Seit Mitte Mai wird die 1965 eingeweihte Kirche mit Totalschaden saniert. Dass das Millionenprojekt so reibungslos zu funktionieren scheint, grenzt für Häfner an ein Wunder.

Jeden Tag staunen und zuhören

Petra Seegets bei einer Führung in St. Sebald. Die Nürnberger Pfarrerin ist mit Leidenschaft Touristenseelsorgerin.
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Man nimmt’s ihr im ersten Moment nicht wirklich ab: "Ich entdecke jedes Mal etwas Neues in dieser Kirche", sagt Petra Seegets. Die Pfarrerin für Gäste- und Tourismusarbeit an der Nürnberger Sebalduskirche organisiert hier schon seit 2012 Führungen und bildet Gästeführer aus – und so jemand soll hier noch Überraschungen erleben? "Glauben Sie mir", versichert die Mediävistin. Für sie klappe sich die Kirche jedes Mal wie ein Buch auf, wenn sie eintritt. Und immer mehr Menschen wollen in diesem Buch lesen.

Naherholung

Urlaubstipps Bayern 2018
Sommerferien dahoam? Nach einer aktuellen Umfrage bleibt die Hälfte aller urlaubenden Bayern zu Hause. Warum auch wegfahren, wenn wir im schönsten Bundesland Deutschlands leben! Hier finden Sie fünf wertvolle Tipps unserer Redakteure, wie Sie ohne weit zu reisen einen spannenden und erholsamen Urlaub mitten in Bayern verbringen können.

Kreuzgangspiele Feuchtwangen

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Wie schafft man es, eines der wohl am meisten gespielten deutschen Theaterstücke auch in der x-ten Auflage immer noch spannend für die Zuschauer zu halten? Die Macher der Kreuzgangspiele in Feuchtwangen haben diese Frage für ihren FAUST "mit Tempo" beantwortet. Im 70. Geburtstagsjahr der Freilichtspiele kommen die knapp zweieinhalbstunden Goethe erstaunlich kurzweilig und erfrischend daher.

Kirchengemeinde Lauf

Pfarrer Jan Peter Hanstein
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Wenn Gemeinden "Kirchturmpolitik" betreiben, meint man eine nur auf die Interessen "um den eigenen Kirchturm" schielende Politik. In Lauf an der Pegnitz wäre diese Pfarrer Jan Peter Hanstein beinahe ebenso vor die Füße geknallt wie die Steinbrocken, die vom Kirchturm der Johanniskirche herabfielen. Hanstein beauftragte Handwerker – und wäre beinahe auf den Gesamtkosten von rund 200 000 Euro sitzen geblieben. Denn: Wer die Baulast am Kirchturm trägt, das ist nicht nur in Lauf manchmal umstritten.

Jubiläum

Johanneskirche in Eibach
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In 675 Jahren Kirchengeschichte hat sich mit Sicherheit jede Menge angesammelt, was man anlässlich einer Geburtstagsausstellung zeigen könnte. Im kleinen Ausstellungsraum des Pfarrzentrums der Johanneskirche in Eibach kann man dies aber an einer Hand abzählen. Und doch laden die Stücke aus mehreren Jahrhunderten vielleicht gerade wegen dieser Reduktion zu einem Besuch des Gotteshauses nebenan ein – da findet man nämlich die eigentlichen Schätze, die aber unbeweglich sind.

Historisches Spektakel

Richard Winter als Wallenstein
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2018 ist wieder "Wallenstein-Jahr" in Altdorf. Bis 22. Juli werfen sich dabei rund 1000 Bürger sowie Schauspieler in historische Kostüme, führen zwei Theaterstücke auf und bevölkern an den Festival-Wochenenden die Altstadt mit Lagerleben und Umzügen. Und das schon seit 1894. Jedoch: Zum 400. Jubiläum des Beginns des 30-jährigen Krieges ist die Aufmerksamkeit für das alle drei Jahre in ähnlicher Form stattfindende Spektakel noch mal eine andere als sonst. Das wissen auch die Bewohner des Wichernhauses der Rummelsberger Diakonie, die mittendrin im Spektakel sind, der evangelische Dekan Jörg Breu und der langjährige Wallenstein-Darsteller Richard Winter.

Asyl in Zirndorf

In der ZAE Zirndorf: Kreativstunde für die Kinder mit der Künstlerin Sabine Schwarz aus Roßtal
Autor
Weit weg von zu Hause, auf beschwerlichen Wegen nach Deutschland gekommen, schreckliche Bilder im Kopf und Angst im Rücken: Es sind vor allem die Kinder, die in den Zentralen Aufnahmeeinrichtungen (ZAE) für Flüchtlinge Schutz und Halt brauchen. So auch in Zirndorf. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen hier für Schule, Betreuung und Zerstreuung. Doch gerade weil seit einigen Monaten weitaus weniger Kinder in der ZAE ankommen, stehen einige Angebote auf der Kippe. Der Bedarf ist nach wie vor da, es fehlen aber wie so oft die Mittel. Und ob sich an diesem Zustand etwas ändert, wenn die Zirndorfer Einrichtung in wenigen Wochen zu einem von sieben sogenannten Ankerzentren in Bayern wird, ist ebenso fraglich.

Armut & Bildung

Aktion Schulzeug Nürnberg
Autor
Manchmal kommen Kinder ohne Pausenbrot in die Schule. Manchmal sogar ohne Stift, Radiergummi und Heft - weil ihren Eltern das Geld dafür fehlt. Vor zehn Jahren hat Karin Maindok deshalb im Nürnberger Stadtteil Schoppershof die »Aktion Schulzeug« mit begründet: Jedes Kind sollte für wenig Geld seine Schulsachen kaufen können. Jetzt steht die Aktion auf der Kippe – denn es gibt kaum noch Spender.

Pflege & Beruf

Petra Rahn und Marigona Fazlija von der Diakoniestation Nürnberg.
Autor
Sie kämpfen mit den Erwartungshaltungen von Patienten, mit der Uhr, mit der Straßenverkehrsordnung – und mit Vorurteilen, die Menschen über die ambulante Pflege haben. "Du Arme, das könnte ich nicht", ist einer der häufigsten Kommentare, den die Diakonieschwestern Petra Rahn und Marigona Fazlija aus Nürnberg nicht mehr hören können. Ein Tag mit zwei Frauen, die ihre Arbeit gern machen.

Evangelischer Kindergarten

Notkirche in St. Lukas
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Dass in der Nürnberger Lukasgemeinde alles anders ist, ist der Normalzustand. Das war schon vor 90 Jahren so, als die Gemeinde gegründet wurde. Da verwundert es nicht, wenn Pfarrer Martin Staebler eigentlich gar keine eigene Kirche hat und der Nachwuchs seit einem halben Jahr dort in den Kindergarten geht, wo eigentlich Gottesdienst gefeiert wird. Und auch wenn sich der Baubeginn der neuen Stätte seit über einem Jahr hinzieht: Von Chaos und schlechter Laune ist keine Spur in dem Gebiet am Nordostbahnhof.

Evangelische Kirche

Klaus Trinks auf dem Schwabacher Kirchturm
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Wenn sich eine Gemeinde für nichts anderes als ihren Kirchturm interessiert, dann ist das normalerweise nicht so gern gesehen. Wenn es nach der Schwabacher Stadtkirchen-Mesnerin Gabi Trinks geht, würde ein bisschen Interesse an einem Kirchturm-Engagement schon ausreichen. Hierfür sucht sie nämlich Ehrenamtliche und hat für uns schon mal die Türen zum Turm geöffnet.

Konzertkritik aus Nürnberg

Staatsphilharmonie Nürnberg in der Lorenzkirche
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Die Internationale Orgelwoche (ION) in Nürnberg hat in diesem Jahr viel mit Abschied zu tun. Der langjährige künstlerische Leiter Folkert Uhde zeichnet zum letzten Mal verantwortlich für das Programm. Und Marcus Bosch, seit 2011 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und der Staatsphilharmonie Nürnberg, verlässt nach dieser Spielzeit die Frankenmetropole. In der Lorenzkirche dirigierte er mit Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 noch einmal eines seiner Paradestücke. Ein Erlebnis, das erfüllte und gleichzeitig traurig machte.

Kirche und Architektur

Pfarrer Christian von Rotenhan vor dem Bau des Gemeindezentrums "Kircheneck" in Wilhermsdorf
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Dass Pfarrer Christian von Rotenhan derzeit öfter Bauhelm statt Talar trägt, kann man getrost sagen. Denn er hat vor wenigen Monaten mit der 1. Pfarrstelle der Gemeinde Wilhermsdorf (Dekanat Neustadt an der Aisch) nicht nur die Verantwortung für rund 50 Angestellte und drei Kindertagesstätten, sondern auch für den Bau des neuen Gemeindezentrums »Kircheneck« übernommen – und das Projekt hat es weitaus mehr in sich, als alle Beteiligten vermutet hatten.

Konzertkritik

Bamberger Symphoniker und Schumann Quartett
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Das Experiment ist eine Kategorie, die nicht unbedingt jeder klassische Musikhörer schätzt. Als am Donnerstag aber beim Würzburger Mozartfest die Bamberger Symphoniker und das Schumann Quartett aufeinander trafen, ergab dies einen durchaus gegenseitig befruchtenden „Crossover“. Dabei wurde mit Arvo Pärts "Fratres" ausgerechnet ein verhältnismäßig unscheinbares Stück zwischen den großen Streicherpartien zum Höhepunkt.