Timo Lechner

Redakteur
Timo Lechner

Ober-, Mittel- oder Unterfranken – wo ist das Zentrum Frankens? Ganz klar im Herzen. So bin ich leidenschaftlicher Franke mit Weitblick über Bezirksgrenzen und auch über jede gedankliche Barriere hinaus. Das muss auch so sein, wenn man Sonntagsblatt-Redakteur in Nürnberg ist. Zur Offenheit gesellt sich Neugierde – wahrscheinlich war ich im früheren Leben mal eine Katze. So hat mich die Neugierde schon während der Schulzeit zum Beruf gebracht. Und die Vernunft, da mir ein Leben als Musiker doch als zu unstet erschien. Der Musik von Rock über Jazz bis Klassik fröne ich aber immer noch – ebenfalls mit Leidenschaft, so wie ich es bereits bei einer Tageszeitung, einem Monatsheft und jetzt eben dem wöchentlich erscheinenden Sonntagsblatt getan habe. Grenzenlos offen, fränkisch ehrlich und mit einem Gespür für verschiedenste Töne – das bin ich!

Das kriegen wir schon (oder fränkisch: Des grich mer scho)
  • Leitung der Regionalredaktion Nürnberg des Sonntagsblattes für Bayern
  • Nachrichten, Reportagen und Termine aus dem Kirchenkreis Nürnberg
  • Artikel aus Kultur, Historie und Gesellschaft für die Mantelredaktion des Sonntagsblattes
  • Beiträge der alle zwei Monate erscheinenden THEMA-Hefte
  • Spezialgebiete: Musik, Film, Literatur, Geschichte, Fotografie
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St. Sebald

Restauration Sebaldusgrab St. Sebald Nürnberg 2019
Autor
Mit seinen Tierfiguren, Putten, Turmaufsätzen und dem Jesuskind gilt das Sebaldusgrab in Nürnbergs ältester Pfarrkirche als eines der schönsten Bronzekunstwerke. 500 Jahre ist es her, dass der Bildhauer und Rotschmied Peter Vischer und seine Söhne das Grabmal für die Gebeine des Heiligen Sebaldus aufgestellt haben. Das Jubiläum dieses Spitzenstückes der Nürnberger Kunstgeschichte wird vom 19. bis 21. Juli gefeiert.

Nachhilfe

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Wenn andere Schülerinnen und Schüler ihr Wochenende starten oder Ferien haben, büffelt Vanessa S. weiter den Prüfungsstoff für Mathe, Deutsch und Englisch. Sie will unbedingt den qualifizierten Hauptschulabschluss schaffen. Dafür nutzt die 15-Jährige Nürnbergerin das Angebot "Chancen für junge Menschen" der Stadtmission Nürnberg.

Freilichtbühne

"Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen
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Die Kreuzgangspiele Feuchtwangen zeigen für Kinder und Familien in diesem Jahr das Theaterstück "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" - eine Geschichte, die erst postum in Otfried Preußlers (1923-2013) Nachlass gefunden und veröffentlicht worden ist. In Feuchtwangen kann das Publikum nun die zweite Bühnen-Inszenierung der Geschichte sehen. Ob sie gelungen ist, hat Redakteur Timo Lechner für sonntagsblatt.de aufgeschrieben.

Diakonie an der Schule

Vivian Seitz (rechts) und Lara Büttner mit den Mädchen und Jungen der diakonischen Kindertagesstätte in Gräfenberg.
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Diakonie ist Krankenhaus, Pflege, Jugendhilfe, aber auch eine Haltung. An der Ganztagesschule in Gräfenberg hat ein Angebot der Diakonie bereits eine jahrelange Tradition unter Lehrern und Schülern. Denn dort leitet die Sozialfachwirtin mit dem Diakonieverein Hilpoltstein ein Projekt, mit dem der diakonische Gedanke um eine wichtige Facette erweitert wird.

Musik & Glaube

Billy Joel
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Ob Billy Joel am 9. Mai auch mal ein bisschen an Nürnberg denkt? Der US-amerikanische Megastar wird an diesem Tag 70 Jahre alt. Und auch wenn der in der Bronx aufgewachsene jüdische Sänger, Pianist und Songwriter dann vielleicht eher seine Karriere als seine Familiengeschichte Revue passieren lässt – hat sie Joel nie losgelassen. Die Wurzeln Joels lassen sich bis ins frühe 19. Jahrhundert in Mittelfranken nachweisen. Am Schicksal der Familie spiegelt sich die traurige Geschichte der Juden im frühen 20. Jahrhundert in Deutschland wider. In Nürnberg, Ansbach und Colmberg sind die Spuren der Joels immer noch sichtbar.

Kirche im Internet

Pfarramtssekretärin Gaby Wagner und Gemeindepädagoge Erwin Bartsch
Autor
Die evangelische Kirchengemeinde St. Rochus in Zirndorf nutzt seit Herbst 2018 die Muster-Websites der "Vernetzten Kirche", um den Internetauftritt ihrer Gemeinde, der Asylgruppe sowie der Kirchenmusik in Szene zu setzen. Bei der Frühjahrssynode in Lindau hat die bayerische Landeskirche der Gemeinde dafür einen Öffentlichkeitsarbeitspreis in der Kategorie Webseite verliehen. Fast wäre es aber gar nicht so weit gekommen.

Wo ist Heimat?

Pfarrerin Regina Schenk, Karlheinz Müller und Renate Kißlinger in der Dorfkirche Dühren
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"Heimat ist ... " – Jeder setzt an dieser Stelle etwas anderes, für ihn persönlich wichtiges ein. Ob es der Ort ist, an dem man aufgewachsen ist, ob es die Familie ist oder einfach "wo das Herz ist", wie ein altes Sprichwort sagt. Heimat ist vermeintlich etwas Selbstverständliches, und doch wird der Heimatbegriff immer wieder kontrovers diskutiert und aufgeladen. Die Palette reicht da von sentimental bis nationalistisch. Der Buchautor Helmut Haberkamm hat sich seine eigenen Gedanken gemacht und für sein Buch "Kleine Sammlung fränkischer Dörfer" 20 Orte in Franken besucht, an denen weniger als 150 Menschen wohnen. Darunter auch die kleinste evangelische Gemeinde Bayerns.

Deutsche Erstaufführung in St. Lorenz

Organist Manfred Meier-Appel
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Organist Manfred Meier-Appel hat als weltweit erster Mensch das Gesamtwerk von vier Komponisten der Familie Reuchsel aus dem 19. und 20. Jahrhundert auf CD festgehalten. Ostermontag spielt er in der Nürnberger Lorenzkirche mit Eugène Reuchsels (1900-1988) Orgelzyklus "La Vie du Christ" eine deutsche Erstaufführung.

Nationalsozialismus

Friedrich von Praun
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75 Jahre ist es am 19. April her, dass der Ansbacher Kirchenjurist Friedrich von Praun tot in seiner Zelle im Nürnberger Gefängnis gefunden wurde. Er hatte sich mehrfach öffentlich gegen die Nationalsozialisten ausgesprochen. Fast genauso lang hat es gedauert, bis sich die bayerische evangelische Landeskirche ihres unbeugsamen Mitarbeiters bewusst wurde. Nach einer Gedenkveranstaltung am 4. April in Nürnberg findet am Karfreitag um 15 Uhr ein Gedenkgottesdienst für Friedrich von Praun in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau statt.

Kultur in Nürnberg

Herman van Veen
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Wenn ein 74-Jähriger auf der Bühne Hüftprobleme vortäuscht, von der fehlenden Medizin gegen Einsamkeit im Alter singt, im nächsten Moment aber traumtänzerische Pirouetten dreht und am Klavier clowneske Slapstick-Einlagen abfeuert - dann war wohl wieder mal Herman van Veen in der Stadt. Der niederländische Komponist, Maler, Sänger, Clown, Violinist, Gitarrist und vor allem tiefgründige Entertainer verzauberte bei seinem Konzert in Nürnberg. Und bot dabei sowohl Nahrung für die Lachmuskeln als auch fürs Herz.

Stadtmuseum Nürnberg

Nürnberger Beckenschläger
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Von der Kunst der Nürnberger Beckenschläger handelt die Ausstellung "Leuchtendes Messing" im Nürnberger Stadtmuseum im Fembo-Haus. Kurator Ludwig Sichelstiel von den Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg und Leihgeber Klaus Tiedemann stellen darin rund 100 Arbeiten eines Kunsthandwerks vor, dem Nürnberger Metallbearbeiter ihren eigenen Stempel aufdrückten.

Senioren

Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen zeigt ihr neues Zentrum
Autor
"Wo geht’s zur Diakonie?" Bis vor wenigen Monaten gab es auf diese Frage mindestens vier Antworten in Weißenburg. Denn an so vielen Standorten waren bis vor Kurzem noch Geschäftsstelle, Pflegestationen und weitere Einrichtungen in der Stadt verteilt. Seit im November 2018 die Mitarbeiter der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen sowie die Senioren der Tagespflege und die Besitzer der Wohnungen eingezogen sind, gibt es eine einzige Antwort.

Ausstellung

Fotoprojekt »Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang«
Autor
Ein Steiff-Teddy, eine kleine Kette, eine Geige, ein Kreuz – all diese Gegenstände haben Menschen mit auf die Flucht genommen, obwohl Dinge für Leib und Leben eigentlich Vorrang hatten. Viele Menschen, die im Fotoprojekt "Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang" des Nürnberger Prodekanats Nord porträtiert werden, haben diese Stücke immer noch bei sich – egal, ob sie 94 oder 19 sind, egal, ob sie aus Rumänien oder Syrien geflüchtet sind. Warum ihnen diese "Schätze" ein Stück Heimat bedeuten, erzählen sie in einer Ausstellung in Nürnberg.

Kommentar

Klimastreik Schüler Hamburg #FridaysForFuture
Autor
Während auf dem afrikanischen Kontinent, wo der Klimawandel am härtesten zuschlägt, Kinder und Jugendliche keine reelle Chance auf Bildung haben, schwänzen in Deutschland Gleichaltrige die Schule bei den "Fridays for Future"-Demos. Sonntagsblatt-Redakteur Timo Lechner warnt vor kurzsichtigen "Wohlfühl-Streiks" und empfiehlt dem Nachwuchs einen nachhaltigeren "Marsch durch die Institutionen".

Fränkische Mundart

Johann Müller
Autor
Launige Alltagsbetrachtungen aus dem Steigerwald, verklärte Verse über die verloren gegangene Unbekümmertheit der Jugend und bissige bis nachdenkliche Analysen des Zwischenmenschlichen - all dies gehört seit Jahren zur "Gschicht" von Liedermacher Johann Müller. Und seit zwei Jahren eben auch Depression und Burn out, von denen der 57-Jährige bei seinem ersten Konzert nach langer Krankheitspause in Gnodtstadt freimütig erzählte.

Ausstellung

Elisabeth Taube (links) und Katja Putzer
Autor
Wer eine alte Kirche betritt, achtet meist auf Altäre und Gemälde, nicht aber auf die oben hängenden Totenschilde. Zwölf Exemplare des Spätmittelalters und deren Geschichte präsentiert das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg in einer Sonderausstellung in der Kartäuserkirche. Die Kuratorinnen Katja Putzer und Elisabeth Taube erklären, wieso es sich bei den Gedenktafeln nicht nur um makabre Kunstwerke handelt.

Christliche Pop-Musik

Dieter Falk
Autor
Die Band Pur stürmte in den 1990er-Jahren die Charts und füllte die größten Konzerthallen. Der Mann hinter dem Erfolg hieß Dieter Falk: Der 59-Jährige gilt als einer der erfolgreichsten Musikproduzenten Deutschlands. Was ist dem Komponisten wichtig? Ein Gespräch über christlichen Pop, Holzhammermissionare und Mainstream.

Geschichte und Zukunft

Julia Lehner, Florian Dierl und Annekatrin Fries
Autor
Das "schwierige Erbe" der Jahre zwischen 1933 und 1945, als die Nationalsozialisten Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" auserkoren hatten, gehört zu Nürnberg mindestens genauso wie Albrecht Dürer und die "Drei im Weggla". Das wissen auch Annekatrin Fries vom Nürnberger Kulturreferat und Florian Dierl, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Rund 85 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahrzehnten in das Gelände investiert werden, das als größte bauliche Hinterlassenschaft der Nazis gilt.