Bayreuth, München (epd). Mehr als zwei Millionen Menschen in Bayern haben Ende 2024 mit einer behördlich anerkannten Behinderung gelebt. Rund 1,2 Millionen von ihnen seien schwerbehindert - rund 20.000 mehr als im Vorjahr, teilte das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth am Freitag mit. Die meisten Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung lebten in Oberbayern (375.906), danach folgen Mittelfranken (206.026), Schwaben (162.770), Unterfranken (133.892), Oberpfalz (126.756), Oberfranken (121.793) und Niederbayern (120.360).
Mehr als 271.000 Erst- und Neufestanstellungsanträge seien bei der Behörde eingegangen. "Das ist der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung", sagte ZBFS-Präsident Norbert Kollmer. "Bei nahezu 90.000 Bürgerinnen und Bürgern wurde erstmals eine Schwerbehinderung anerkannt." Eine Schwerbehinderung liegt ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vor. Die Landesbehörde ZBFS stellt diesen GdB fest. (0738/28.02.2205)
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Ein hauptsächlich…
Ein hauptsächlich demographisch bedingter Effekt? Der Bedarf an barrierefreiem Wohnen und öffentlichen Raum wird jedenfalls zunehmen. Da braucht es weitsichtige Planung gerade wenn die Mittel knapper werden. Viel hat sich getan beim ÖPNV, aber noch immer haben fast alle Fernzüge Stufen. Fahrstühle sind langsam, oft defekt und Umsteigewege lang und hektisch. Auch bei der menschlichen Betreuung (Pflege, Medizin, aber auch der Assistenz im Alltag) wird es viel Bedarf geben.