Ratswahl
Auf der kommenden EKD-Synode wird ein neuer Rat gewählt. Jetzt hat EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich die 22 Bewerber*innen vorgestellt, die am 9. November zur Wahl stehen. Am Tag danach entscheidet sich die Nachfolge von Heinrich Bedford-Strohm im Amt des EKD-Ratsvorsitzenden.
Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der EKD
Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der EKD

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl ihres leitenden Gremiums vorgestellt. Der Wahlvorschlag des Ratswahlausschusses umfasse insgesamt 22 Personen, davon elf Frauen und elf Männer, teilte die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, mit. Es kandidieren 13 Theologen und Theologinnen sowie neun Personen aus anderen Berufen, die sich zumeist ehrenamtlich in der evangelischen Kirche engagieren. 

EKD-Ratsvorsitz: Nachfolger*in von Heinrich Bedford-Strohm

Die Ratswahl ist auf der Bremer EKD-Synode für den 9. November geplant. Einen Tag nach der Wahl des neuen Rates, am 10. November, steht die die Wahl der oder des EKD Ratsvorsitzenden als Nachfolger*in von Heinrich Bedford-Strohm auf dem Programm. Bedford-Strohm, der seit 2014 amtiert und auch bayerischer Landesbischof ist, steht für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung. Neu bestimmt wird auch der stellvertretende Ratsvorsitz. Zurzeit hat diesen die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen inne, Annette Kurschus.

 

Kandidat*innen für die Wahl des Rates der EKD 2021–2027

(in alphabetischer Reihenfolge)

  • Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Unternehmer, Ingelheim am Rhein
  • Tobias Bilz, Bischof, Dresden
  • Sabine Blütchen, Rechtsanwältin, Oldenburg
  • Dr. Michael Diener, Dekan von Germersheim
  • Dr. Michael Domsgen, Professor für Evangelische Religionspädagogik, Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Dr. Tobias Faix, Professor für Praktische Theologie an der CVJM-Hochschule in Kassel
  • Kirsten Fehrs, Bischöfin, Hamburg
  • Dr. Matthias Fichtmüller, Theologischer Vorstand des Oberlinhaus, Potsdam
  • Kerstin Griese, MdB, Parl. Staatssekretärin, Ratingen
  • Miriam Hollstein, Chefreporterin in der FUNKE Zentralredaktion
  • Dr. Jacob Joussen, Professor für Bürgerliches Recht, Dt. und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht, Bochum
  • Dr. Claudia Jahnel, Professorin für Interkulturelle Theologie und Körperlichkeit an der Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident, Darmstadt
  • Dr. h.c. Annette Kurschus, Präses, Bielefeld
  • Dr. Silke Lechner, Stellvertretende Leiterin des Referats Religion und Außenpolitik im Auswärtigen Amt, Berlin
  • Dr. Anna von Notz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverfassungsgerichts und Mitglied des Redaktionsrats des Verfassungsblog
  • Thomas Rachel, MdB, Parl. Staatssekretär, Düren
  • Stefan Reimers, Ständiger Vertreter des Landesbischofs, Leiter der Abteilung F "Personal" im Landeskirchenamt, München
  • Julia Schönbeck, Theologie-Studentin, Göttingen
  • Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamts der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Hannover
  • Dr. Christian Stäblein, Bischof, Berlin
  • Josephine Teske, Pastorin, Büdelsdorf

 

 

Neun Kandidatinnen und Kandidaten, darunter der Unternehmer Andreas Barner, der evangelische Theologe Michael Diener, die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese (SPD) sowie der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) waren schon im alten Rat, dessen Amtszeit im November endet. 

Anna-Nicole Heinrich steht als Mitglied des Rates bereits fest

Sie freue sich, "dass so viele Menschen bereit sind, die Zukunft der Kirche im Rat der EKD mitzugestalten und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen wollen", erklärte Präses Heinrich aus Regensburg. Dem Rat der EKD, der für sechs Jahre gewählt wird, gehören 15 Mitglieder an. 14 dieser Mitglieder werden gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die im Mai gewählte Präses der Synode steht kraft ihres Amtes als Mitglied des neuen Rates bereits fest.

Der neue Rat wird während der 2. Tagung der 13. Synode der EKD, die vom 7. bis 10. November in Bremen stattfindet, erstmals digital gewählt. Wahlberechtigt sind die 128 Mitglieder der 13. EKD-Synode und die in der Kirchenkonferenz vertretenen Kirchenleitungen der 20 Landeskirchen. Dabei hat jede Landeskirche eine Stimme. Weitere Personen können von den Wahlberechtigten vorgeschlagen werden. 

 

 

 

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