Eine Nonne widersetzt sich Macht und Misstrauen: Teresa von Ávila reformiert Klöster, schreibt Bestseller des Glaubens und vertraut ihren Visionen. Ihr Weg zeigt, warum gelebte Liebe wichtiger ist als fromme Regeln.
Ein verwundeter Ritter wird zum geistlichen Lehrer Europas: Ignatius von Loyola entdeckt in der Stille eine neue Freiheit. Seine "Exerzitien" zeigen bis heute, wie Glaube erfahrbar wird – und warum wahre Freude mehr ist als Erfolg.
Der Sufi-Dichter Rumi gilt heute als einer der meistgelesenen Mystiker weltweit. Seine Poesie kreist um die alles verbindende Liebe zu Gott und prägt bis heute interreligiöse Spiritualität – von der islamischen Mystik bis zur modernen Rezeption im Westen.
Der Sufismus gilt als wichtigste Strömung islamischer Mystik und stellt die Liebe zu Gott ins Zentrum. Von Rumi bis zu heutigen Praktiken reicht eine Tradition, die auf Verinnerlichung, spirituelle Erfahrung und die Einheit allen Lebens zielt.
Die Mystiker Richard Rolle, Walter Hilton, Juliana von Norwich und der "Cloud"-Autor öffnen Wege zur Herzensreligion. In der "Wolke des Nichtwissens" lernen Lesende, Gott jenseits von Wissen, Bildern und Begriffen als reine Liebe zu erfahren.
Er war ein unscheinbarer Mönch, als er "Das Buch von der Nachfolge Christi" schrieb. Es wurde das nach der Bibel meist gelesene Buch der Christenheit – ein Klassiker christlicher Mystik.
Für Bonaventura gibt es keine Trennung von Wissen und Glauben: Alles Denken bleibt auf Gott bezogen. Der Franziskaner verbindet Wissenschaft und Mystik – und erinnert daran, dass Staunen der Anfang jeder Erkenntnis ist.
Hexen auf dem Brocken, Feuer in der Nacht – doch was steckt wirklich hinter der Walpurgisnacht? Zwischen Harz-Folklore, einer fast vergessenen Heiligen und düsteren Kapiteln der Geschichte entsteht ein Fest voller Widersprüche.
Ein mittelalterlicher Mystiker, den Martin Luther schätzte, klingt überraschend modern: Johannes Tauler lehrt Schweigen, Innerlichkeit und Gelassenheit – und sagt zugleich radikal klar: Auch aus dem "Mist" des Lebens kann etwas Gutes wachsen.
Bereits als Kind hatte sie Visionen. Päpste bestätigten sie, Bischöfe fürchteten sie. Wer war Hildegard von Bingen wirklich – und was hat ihre Botschaft mit unserer Zeit zu tun?
Loslassen, schweigen, innerlich werden: Meister Eckharts christliche Mystik klingt nach Mittelalter – und trifft den Nerv unserer Zeit. Eine Begegnung mit dem tiefgründigsten Philosophen des Christentums.
Vom reichen Kaufmannssohn zum radikalen Nachfolger Jesu: Franz von Assisi stellte Besitz, Macht und kirchliche Hierarchien infrage. Seine Botschaft von Armut, Freiheit und universaler Gottesliebe prägte das Christentum bis heute.
Osterhase, Eier, Lamm: Viele Bräuche gehören fest zum Fest – doch woher kommen sie? Zwischen heidnischen Ritualen und christlicher Symbolik entfaltet sich eine überraschende Geschichte. Sechs Traditionen und ihre oft vergessenen Ursprünge
Frauen galten im Mittelalter oft als minderwertig – doch einige widersprachen dieser Sicht mit radikalen Gotteserfahrungen. Mystikerinnen wie Mechthild von Magdeburg und Marguerite Porète entwickelten eine eigenständige Spiritualität, die Kirche und Theologie herausforderte.
Bis heute ungeklärt, wer Dionysius Areopagita wirklich war, faszinieren seine Schriften Menschen weltweit. Mit der "negativen Theologie" lehrt er: Gott lasse sich nicht fassen, Einswerden mit ihm sei Gnade – und Übung zugleich.
Bernhard von Clairvaux, "ungekrönter Kaiser und Papst seines Jahrhunderts", prägte Mystik, Politik und Glauben des Mittelalters. Sein Leben zwischen Kontemplation und Aktion fasziniert noch heute Menschen.
In 2. Korinther 12 schildert Paulus eine rätselhafte Entrückung "in den dritten Himmel". War er im Leib oder außer sich? Der Text eröffnet Einblicke in frühe christliche Mystik – und zeigt, warum Paulus gerade darin keinen Grund zum Rühmen sieht.
Jesu Taufe, die 40-tägige Wüstenzeit und die Passion lassen sich als mystischer Weg deuten. Erlebte Nähe zu Gott, Einheit mit dem Vater und seine Lehren zeigen: Jesus ging tiefer als jeder Mystiker, ohne die Welt aus den Augen zu verlieren.
Schon 1971 ahnte Karl Rahner: Der Glaube der Zukunft wird erfahrungsbezogen sein – oder verschwinden. Während Kirchen leerer werden, wächst das Interesse an Mystik. Ein Blick auf vergessene christliche Schätze und neue spirituelle Wege.