Lange vorbei sind die Zeiten, da uns Boten eine persönliche Nachricht überbrachten, um über eine Hochzeit oder ein anderes wichtiges Ereignis zu informieren. Während unsere Briefkästen immer seltener geleert werden müssen, quellen unsere Mailfächer häufig über vor Nachrichten.

Umso wichtiger ist es, zu den Absendern zu gehören, die als interessant eingeschätzt werden und deren Inhalte auch gelesen werden. Doch wie können wir einen guten Newsletter aufsetzen? Und worauf kommt es an bei einem Mailing? Wir geben zehn Empfehlungen.

Newsletter-Tipp 1: Zielgruppe kennen

Grundstein für erfolgreiche Newsletter ist die richtige Ansprache. Spreche ich mit meinem Newsletter eine junge Zielgruppe an? Dann kann ich die Leserschaft Duzen. Wann erreiche ich meine Leserinnen und Leser am günstigsten - und welche Lesegewohnheiten hat meine Zielgruppe?

Oft ist es hilfreich, sich beim Schreiben eine konkrete Person vorzustellen, an die sich unsere Zeilen richten sollen. Dann gelingt die Ansprache oft viel besser und wird nicht so allgemein, sondern konkret und zielgerichtet.

Newsletter-Tipp 2: Mobiltelefon bedenken

Immer häufiger lesen wir unsere Mails auf dem Smartphone. Damit Newsletter auf einem Handy auch gut aussehen, müssen sie von vornherein mit einem responsiven Webdesign angelegt werden. Die meisten Newsletter-Programme sind bereits darauf eingestellt. Wer einen neuen Newsletter entwirft, sollte sich mit der Gestaltung beschäftigen. Hilfreich ist es in jedem Fall, zuerst eine Testmail an Freunde oder im Bekanntenkreis zu verschicken, um zu testen, ob die Mail auch wirklich gut sichtbar ist auf anderen Geräten.

Newsletter-Tipp 3: Gute konzeptionelle Gestaltung

"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance", schreibt Lammenett zum Thema Newsletter. Oft geht es gar nicht um eine besonders auffällige Gestaltung. Eine viel höhere Wirkung kann oft mit knappen, pointierten Texten erreicht werden.

Für Newsletter gilt es heute mehr denn je, schnell zum Punkt zu kommen. Die Leserinnen und Leser sollen so schnell wie möglich erkennen, worum es geht. Außerdem wünschen sie sich einen konkreten Nutzen - denn warum sonst sollten sie weiterlesen?

Für die Gestaltung eignen sich meistens die Standardschriften des Systems - serifenlos und elf oder zwölf Punkt Schriftgröße.

Newsletter-Tipp 4: Knappe Texte und gute Formulierung

Ein guter Newsletter liest sich flüssig von der Betreffzeile bis zum Impressum. Was aber ist eine gute Formulierung? Für einen guten Newsletter gelten die gleichen Regeln wie für jede andere Mail:

  • Ich schreibe so kurz wie möglich und verwende kurze, prägnante Sätze.
  • Ich nutze aussagekräftige Überschriften, die die Neugier wecken.
  • Ich streiche überflüssige Füllworte und Floskeln.
  • Ich verwende keine Abkürzungen und Fachausdrücke.
  • Die wichtigsten Dinge kommen ganz nach oben, ergänzende Informationen weiter nach hinten.

Newsletter-Tipp 5: Bilder sagen mehr als Worte

Der alte Spruch gilt auch für die Newsletter: Bilder sagen mehr als viele Worte. Wer einen Hingucker als Bild im Newsletter nutzen kann, bekommt mehr Klicks auf die Meldung. Gleiches gilt natürlich auch für Videos.

Newsletter-Tipp 6: Impressum und Datenschutz

Jeder Newsletter muss eine rasche Orientierung bieten. Das gilt für die Anmeldung ebenso wie für die Abmeldung: Wer den Newsletter nicht mehr beziehen möchte, sollte leicht Abbestell-Link finden und nutzen können. Auch ein Impressum mit Kontaktdaten und Telefonnummer darf nicht fehlen.

Newsletter-Tipp 7: Testen!

Wer mit einem Newsletter-Programm arbeitet, sollte regelmäßig einen Test durchführen. Werden die Meldungen besser geklickt, wenn die Betreffzeilen eine andere Farbe haben? Welches Bild funktioniert besser? Und mit welcher Überschrift bekomme ich mehr Klicks? Diese Erkenntnisse können gesammelt werden. In regelmäßigen Abständen kann der Newsletter dann überarbeitet und verbessert werden.

Wer einen Newsletter im Portfolio hat, sollte sich alle vier bis sechs Monate die Analyse-Zahlen anschauen und analysieren. Welche Nachrichten wurden besonders häufig angeklickt? Wie war der Erfolg der Newsletter? Habe ich neue Abonnenten gewinnen können? Ein detailliertes Reporting hilft uns, die Inhalte anzupassen und zu verbessern.

Newsletter-Tipp 8: Um Erlaubnis bitten

Aus juristischer Sicht ist es ausgesprochen kritisch, Newsletter an Personen zu schicken, die nicht ausdrücklich ihr Einverständnis gegeben haben. Nötig ist ein "Double-Opt-In"-Verfahren: Der Nutzer muss einmal schriftlich aktiv einwilligen und erhält dann eine Bestätigungsmail zugeschickt, die er über einen Klick erneut bestätigen muss.

Nach aktueller Rechtsprechung muss die Erlaubnis gespeichert werden; in einem Streitfall muss der Versender nachweisen können, dass er die Erlaubnis zum Versand des Newsletters vorliegen hat.

Newsletter-Tipp 9: Versand

Wann verschicke ich idealerweise meinen Newsletter? Die meisten Newsletter-Anbieter liefern uns detaillierte Statistiken über den besten Sendezeitraum. In der Regel ist der Montag kein guter Tag für ein Mailing, weil dann das Postfach ohnehin schon voll ist mit Mails. Auch Freitag gilt als schlechte Wahl, weil die meisten Menschen dann ins Wochenende verschwinden.

Eine Empfehlung kann hier nicht wirklich gegeben werden. Viel besser ist es, über Testmails festzustellen, wie die Reaktion der Nutzer auf den Sendetermin ist. In der Regel lässt sich daraus viel besser ablesen, ob ein Donnerstagabend der bessere Sendetermin ist als ein Mittwochmorgen.

Newsletter-Tipp 10: Frequenz

Verschicke ich einen Newsletter einmal wöchentlich oder jeden Monat? Muss er absolut regelmäßig erscheinen, oder kann ich je nach Menge der Informationen auch variieren? - Über die Frequenz eines Newsletters entscheiden zwei Faktoren: die Qualität des Inhalts und die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser.

Wenn ich nicht wirklich spannende und neue Informationen habe, sondern mich nur in Erinnerung bringen möchte, dann werden meine Leserinnen und Leser dies merken - und immer seltener auf meinen Newsletter klicken, um ihn zu öffnen. Lieber also seltener schreiben und dafür spannende Themen auf den Plan bringen. Das sichert mir hohe Öffnungsraten zu und damit einen besseren Erfolg.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht mit einem Newsletter? Schreibt mir eine Mail: rharmsen@epv.de

 

Online-Marketing für Kirche, Gemeinde, kirchliche Einrichtungen und Nonprofit

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Längst hat es sich herumgesprochen, dass es nicht reicht, nur eine gute Internetseite an den Start zu bringen. Wichtig ist es auch, diese Seite in den sozialen Medien und auf den Plattformen bekannt zu machen. Doch welche Möglichkeiten des Online-Marketings bieten sich für kirchliche Einrichtungen und Nonprofits?

Erwin Lammenett zählt inzwischen zu den Urgesteinen des Online-Marketings. Der Gründer einer Internetagentur wurde von seinen Kunden immer wieder gefragt, wie sich Angebote über das Internet verkaufen lassen. 2014 verkaufte er seine Agentur und arbeitet seither als Berater. 2006 erschien die erste Auflage von "Praxiswissen Online-Marketing", für 2021 ist die achte Auflage angekündigt.

Das Nachschlagewerk ist weniger ein praktischer Ratgeber als eine solide Einführung in den Bereich Online-Marketing. Lammenett klärt grundlegende Begriffe und führt ein in die Funktionsweise von Affiliate-, Influencer-  oder Content-Marketing.

Für kirchliche Einrichtungen wertvoll sind vor allem die Tipps und Empfehlungen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO), die Hinweise für Online-Pressearbeit und die Empfehlungen rund um Newsletter und Mailing-Aktionen.

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