Neuendettelsau (epd). Der frühere evangelische Nürnberger Regionalbischof Karl-Heinz Röhlin stellt am 2. Oktober in Neuendettelsau seine fränkische Mundart-Übertragung der Erzählung vom Brandner Kaspar vor. Das Buch "Die Gschichd vom Brandner Kaschber" werde an diesem Abend erstmals öffentlich präsentiert, teilten die Veranstalter mit. Der Theologe und Buchautor habe den knapp zehnseitigen Urtext von Franz von Kobell aus dem Jahr 1871 ins Fränkische übertragen. So verwandelt sich der oberbayerische "Boandlkramer" passend zu den Zeichnungen von Illustrator Jan Reiser in den fränkischen "Gnochnmoo" ("Knochenmann").
Für den Theologen stehe im Kern ein Mensch, der sich trotz schwerer Schicksalsschläge wie dem Verlust seiner Frau und seiner Söhne seine Lebensfreude bewahre, hieß es weiter. Erst der Blick ins Paradies schenke Frieden und mache die Erzählung zu einer Hoffnungsbotschaft über den Umgang mit der Endlichkeit. Bei der Lesung mit musikalischer Begleitung werden Reisers Illustrationen synchron auf eine Leinwand projiziert, ehe Röhlin, Reiser und Verleger Herbert Wittel auf dem Podium diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Gemeindebücherei im Rathaus Neuendettelsau, hieß es.