Würzburg (epd). Mit abstrakter Kunst will die Künstlerin Claudia Wührl in Würzburg ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Ihre Wanderausstellung "Erinnern - erkennen - entdecken" wird diesen Sonntag (11. Oktober) in der Jugendkirche eröffnet, wie das katholische Bistum Würzburg am Dienstag mitteilte. Die Bilder sollten Menschen vor Augen führen, dass sie ihr eigenes Handeln betrachten und steuern könnten.

Ihre Schau zeige Solidarität mit allen Jüdinnen und Juden, die Ausgrenzung und Gewalt erleiden, betonte Wührl. "Ich möchte als christliche Künstlerin wahrgenommen werden", unterstrich die Malerin. Das bedeute für sie, aus der Geschichte zu lernen und an einer humanen Welt mitzubauen. Grausamkeiten wie in der Zeit des Nationalsozialismus dürften sich nie wiederholen, erklärte sie.

Naturmaterialien und Gedenkprogramm

Wührl studierte unter anderem Kunst und Kunsttherapie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin, wo sie die Arbeit mit Naturmaterialien kennenlernte. Für das Bild "Wir werden alle gesehen" nutzte sie demnach getrocknete und pulverisierte Rote Beete. Die Künstlerin hat ihr Atelier im Konventbau des Klosters Oberzell in Unterfranken.

Die Ausstellung in der Jugendkirche im Kilianeum in der Würzburger Ottostraße 1 ist den Angaben zufolge bis zum 29. November jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu sehen. Die Vernissage beginnt am 11. Oktober um 18 Uhr.