München (epd). Bayern setzt für die Impfungen gegen Corona in Zukunft hauptsächlich auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und die Betriebsärzte, teilte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch mit. Ab 1. Oktober seien mobile Impfteams vor allem für Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen oder für Sonderimpfaktionen im Einsatz. Die bisherigen 100 bayerischen Impfzentren würden zu Basisstationen der mobilen Teams, böten aber auch mindestens einmal in der Woche eine Impfsprechstunde an, heißt es in in einer Mitteilung des Ministeriums. Pro Landkreis und kreisfreier Stadt werde es bis Ende April 2022 höchstens ein reduziertes stationäres Impfzentrum geben.
Seit Ende Dezember 2020 seien in den Zentren und von den zugehörigen mobilen Teams rund 8,8 Millionen Impfungen verabreicht worden, teilte Holetschek mit. Das seien rund 54 Prozent der Gesamtimpfungen in Bayern. Davon seien rund 4,6 Millionen Erstimpfungen, rund 4,2 Millionen Zweitimpfungen und rund 38.000 Auffrischungsimpfungen.
Die Neuausrichtung könne der Impfstrategie noch einmal den nötigen Schwung für den Herbst verleihen, meinte Holetschek. "Wir setzen weiter auf intensive Kommunikation und möglichst niederschwellige Impfangebote. Wir möchten so viele Menschen wie möglich von der Impfung überzeugen." Er warb für Impfungen nach Feierabend, beim Einkaufen, bei der Feuerwehr oder an der Raststätte.