München (epd). Nach der coronabedingten Pause kehren die Studierenden wieder in die Hörsäle zurück - und zwar in Rekordzahl. Zum Wintersemester 2021/22 seien rund 409.000 Menschen eingeschrieben - eine nie dagewesene Zahl, teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag mit. Zum Vergleich: Im vergangenen Wintersemester waren laut Landesamt für Statistik rund 405.000 Menschen immatrikuliert, vor zehn Jahren waren es 320.000. Derzeit besuchten zwei Drittel der Studierenden eine Universität.

"Es kehrt wieder Leben an unseren Hochschulen in Bayern ein", sagte Sibler mit Blick auf das coronabedingte digitale Lernen während der vergangenen drei Semester. Grundsätzlich sei an den Hochschulen nun wieder Präsenzbetrieb möglich - und zwar inzidenzunabhängig. Gleichzeitig wolle man aber auch innovative digitale Lehrkonzepte weiter voranbringen und online-Formate als sinnvolle Ergänzung anbieten. Für eine Rückkehr in den Hochschulräume gelten die 3G-Regeln - also nur Zugang für Genesene, Geimpfte oder Getestete.

Zum Start des Wintersemesters seien zudem seien 90 Studiengänge neu eingerichtet worden, die vor allem die Themen der Zukunft abbildeten, sagte Sibler weiter: Künstliche Intelligenz (KI), Informatik, Digitalisierung, Ingenieurwissenschaften, Nachhaltigkeit und Energie sowie Gesundheit und Pflege.

An der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen wird derweil eine Premiere gefeiert: Dort werde der erste Studiengang zu Hebammenwissenschaften an einer bayerischen Uni angeboten, sagte Sibler. An der HaW Coburg und der TU Nürnberg starteten Bachelorstudiengänge zu Hebammenkunde beziehungsweise Hebammenwissenschaften.

Die Vorlesungen an den Universitäten starten am 18. Oktober, Technische Hochschulen (TU) und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HaW) haben ihren Betrieb bereits am 4. Oktober wieder aufgenommen.

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